319.403 Neuzulassungen zieren die offizielle Statistik 2009. Ja, vor der Welt stehen wir wieder schön da und aller anfangs 2009 verbreitete Pessimismus im Autohandel ist verflogen. Aber wie sehen wir wirklich aus, wenn man den Zahlentraum aus dem rot-weiß-roten Land von uns fortschreiten lässt? Nicht sehr schön und strahlend.
Die ganze Situation, nicht nur in Österreich, sondern in der Welt, ist nicht dazu angetan, unsere Mitbürger, Käufer, Autokunden in die Geschäfte zu locken.
Wir sehen, was sich in den USA abspielt, wo des Redekünstlers Barack Obama Wirtschaftsfassade umgefallen ist. Und die Blässe der europäischen Wirtschaft wird im Globalisierungsprozess nach irgendwo transportiert.
Alle Welt, auch wir, dürfen für die  Fehler der globalen Wirtschaft zahlen. In unserer eigenen Situation von debakelgeschüttelter Wirtschaft keine wahre Freude.
Apropos eigene Situation: Am Ende des Jubelreigens stand beim Eurotax-Empfang eine Podiumsdebatte auf dem Programm, wo die Herren Lederer, Martinowsky, Stadler, Ernst und Still die schönen Ergebnisse im Autohandel durch den Nacktscanner geschickt und das wahre Ausmaß der realen Behinderung des Autohandels entblößt haben. Innerhalb eines Jahres sank die durchschnittliche Rendite im Autohandel von 0,4 auf 0,1 %. 2 % sollten es sein. Die „Schlacht um die Kfz-GVO wurde mit Pauken und Trompeten“ verloren (O-Ton Martinowsky), 2010 wird sich der Autohandel auf ein geändertes – strengeres – Reglement (Stadler) einstellen müssen. Da wäre Einigkeit ein Heilmittel, wie das der Herstellerverband eindrucksvoll demonstriert, hingegen Groß- und Einzelhandelsinteressen sowie das Gewerbe uneins sind. Dass das auch in Deutschland und in anderen Ländern passiert, kann uns nicht trösten. Eher schon die weitere Anwendung des Placebos Neuwagen-Statistik. 290.000 Neuzulassungen schätzt die Branche 2010.
Schön schau ma aus!