Die Prognosen der Wirtschaftsforscher zeigen, was das Wachstum betrifft, zwar wieder nach oben. Sicherer als diese Vorhersagen ist jedoch, dass die Arbeitslosigkeit 2010 weiter ansteigen und die Massenkaufkraft dadurch weiter beeinträchtigt wird. Alles in allem scheint es an der Zeit, die Augen nicht mehr vor Tatsachen zu verschließen, die mit dem Wachstumskult nicht vereinbar sind.
Setzt man sich mit globalen Phänomenen wie der Klima-, Energie- und Rohstoffkrise, die den Erdball in Bann halten, seriös auseinander, ist es schwer möglich, an der Vorstellung festzuhalten, ein unendliches quantitatives Wachstum sei möglich.
Augenmaß und vernünftige Ziele müssen daher die Zukunft der Automobilwirtschaft in Österreich bestimmen. Dazu gehört es, keine übertriebenen Erwartungen zu schüren und die Perspektiven der Branche nüchtern und ehrlich einzuschätzen.
Die gesamte Branche befindet sich zwar in einer Umbruchsituation. Die Veränderungen benötigen jedoch Zeit. Daher sind alle Branchenteilnehmer gut beraten, die Augen offen zu halten und die neuen Möglichkeiten zu nützen, die sich in dieser Situation (Stichwort: steigende Zahl von konkurrierenden Antriebsarten) für sie auftun. info4you und Lederers Medienwelt in ihrer Gesamtheit werden Sie auf diesem Weg auch nächstes Jahr mit Realismus und Ehrlichkeit begleiten.