Die Jugend von heute interessiert sich immer weniger für Autos. Der von Amerika ausgehende Trend bestätigt sich nun auch in Deutschland, wie die Auswertung der Neuwagenkäufer des Kraftfahrt-Bundesamtes zugrunde legt. Waren 1988 noch knapp 17 % der NW-Käufer zwischen 18 und 29 Jahre alt, so hat sich dieser Anteil bis 2008 auf knapp 8 % mehr als halbiert.
In Österreich, wo derartige statistische Aufzeichnungen erst seit 2007 existieren, finden sich im Durchschnitt 13.000 Käufer in dieser Altersschicht wieder, wobei heuer – vermutlich durch die Abwrackprämie begünstigt – bis 9/2009 bereits13.500 Einträge existieren.
Zum einen liegt das lt. J.D. Power-Studie am fehlenden Geld dieser Leute, zudem ist der Unterhalt eines Autos heute teurer als noch vor 30 Jahren. Zum anderen wird den sozialen Netzwerken an der abklingenden Autolust eine Schuld zugeschrieben. Die Segnungen des Internets senken den Bedarf an einem individuellen Transportmittel. Der Anteil des Einkommens, den die gegenständliche Generation für Autos auszugeben bereit ist, wird immer kleiner. Ein Auto unbedingt besitzen zu müssen, ist für junge Leute eher eine Belastung geworden als ein Vorteil. Alternativen wie Carsharing oder neue Methoden des Leasens erhalten eine neue Nachfragequalität in Sachen Mobilität. Der Schlusssatz der Studie hat es in sich: Einer über die Jahre ungesunde Überkapazität an Autos stehen zu wenige Verbraucher zur Verfügung!
