Der Obmann der Sparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Wien reagiert damit auf die Ankündigung von Verkehrsministerin Doris Bures, den Lkw-Verkehr verringern zu wollen: „Präsidentin Jank hat es ja angesprochen: Der Wegfall der Logistikflächen am Süd- und Nordwestbahnhof und die Verlagerung an den sogenannten Wiener Stadtrand verhindern die Versorgung der Stadt von innen. Das ergibt eine CO2-Mehrbelastung von 7 Mio. t; das trifft nicht nur die großen, sondern besonders die kleinen Unternehmen, die an den Bahnhöfen eingemietet waren und aus ihrem kleinen Lager sternförmig die Kunden bedienen konnten. Jetzt sind nicht nur die Anfahrtswege länger: Die Waren werden doppelt so viel gefahren wie vorher. So wird zuerst Verkehr generiert und dann der Verkehrswirtschaft ausgerichtet: Ihr seid die Bösen, Ihr macht zu viel Verkehr, denn Ihr seid zu billig! Das kann es nicht sein. Da muss man die Region betrachten – die Stadt in Kooperation mit Niederösterreich: dass uns langfristig und finanzierbar Flächen zur Verfügung stehen, auf denen multimodaler Umschlag – das bedeutet auch unter Einbeziehung der Wasserstraße – möglich ist. Denn es ist eine Schande, wie wenig im Vergleich zu früher auf der Wasserstraße befördert wird. Schließlich ist die Donau historisch einer der leistungsfähigsten Verkehrsträger Europas. Wir haben das Potenzial der Schiene – und der Modal Split ist gut – mit annähernd oder über 30 % in Österreich – und wir kommen immer mehr in die Situation, dass die Logistikdienstleister – und auch die Frächter – immer weiter von der Bahn wegrücken, weil an ihren bisherigen Standorten Einkaufszentren gebaut werden, aber nicht mehr dem Auftrag des multimodalen Güterumschlags nachkommen können.“
wko.at/wien/verkehr
