Genau hier leistet Lederers Medienwelt seit Jahren exemplarische Arbeit: Wir helfen dabei, dass sich die Karrieremöglichkeiten österreichischer Akademiker verbessern, dass sich ein ernsthaft respektvoller Dialog in den verschiedenen kulturellen Gruppen des Business ergibt, dass der Nachwuchs von den von der Wirtschaft vorgegebenen Programmen profitiert.
Es wäre nun schön zu erleben, wenn sich das Gerangel um die Bundesgremialobmannsspitze sachorientiert gestalten könnte. Das Tischtuch zwischen dem „Bewahrer“ Gustav Oberwallner und dem „Veränderer“ Burkhard Werner Ernst sollte dabei nicht zerschnitten werden. Wrackbörse, Mittelstandsförderung, GVO oder Nachwuchsarbeit, die Wirtschaftskammer braucht keine Hahnenkämpfe, sondern ein geeintes Verständnis von der Autowirtschaft, wie das in letzter Konsequenz der „Vermittler“ Josef Schirak zu tun pflegt.
Jeder soll seinen Glauben bezeugen, ohne den anderen überzeugen zu müssen. Das Kammermitglied ist kein Bigamist. Der Gedanke von zwei Fahrzeuggremien – wenn man sich letztlich nicht einigen kann oder will – ist suspekt.
Wenn der Herr Ernst als voll aktiver Autohändler, Immobilientycoon und omnipräsenter Multifunktionär seine und die der anderen Zeit besser einteilt, um dennoch die Ziele erreichen zu können, dann ist das von Vorteil. Wenn der Herr Oberwallner dank reduzierter Eigentumsverhältnisse seine dadurch gewonnene Zeit effektiv als Vollblutfunktionär einzusetzen vermag, dann ist das auch von Vorteil.
Also ist es legitim, dass der Wirtschaftsbund kraft seiner klaren Worte Josef Schirak einsetzt, damit beide Funktionärstypen für eine konstruktive Kammerarbeit erhalten bleiben.
Trotz aller souveränen Besonnenheit der Kammermitglieder ist Zeit in Verzug. Denn es melden sich jetzt schon einige begabte Wirtschaftstreibende zu Wort, die sich mit Grausen von diesem Schauspiel abwenden und keine Funktionärskarriere mehr anstreben. Wer diese Äußerung nur als Stimmungs- und Panikmache abtut, verkennt die Realität. Oder verschweigt sie. Dann ist in Wirklichkeit das Kammersystem gefährdet.
Vielleicht kommen Sie beim Lesen dieser Zeilen auch auf eine neue Idee, wie wir unsere Bemühungen noch verstärken können.
Gerhard Lustig
Im Namen aller, die aktiv im Wirtschaftsprozess stehen
