Drei Viertel aller Teilnehmer rekrutierten sich aus der Reifenindustrie, ein Viertel resultierte aus Reifenhandelskreisen. Von 13 Neuzugängen, die der umtriebige Generalsekretär Richard Vogel im abgelaufenen Jahr akquirierte, verfügte sich lediglich einer zur Veranstaltung nach Bad Häring. Kein Tiroler Reifenspezialist ließ sich  bei der Veranstaltung blicken, auch niemand von den Großhändlern aus den Bundesländern. Ganze acht Reifenhändler samt Familienanhang fanden sich den Markenimportgruppierungen von Continental, Goodyear, Michelin, Pirelli und Vredestein gegenüber, um neben der Generalversammlung den „Zukunftsperspektiven“ diverser Redner zu lauschen. Viel Interessantes war dabei, nur die Basis glänzte durch Abwesenheit. Selbst der deutsche BRV, seit einem Jahr mit dem VRÖ verbündet, kann keine Lobby formen, um im Europäischen Rat nachhaltig für die Interessen der Reifenwirtschaft einzutreten.
Teilnehmer auf beiden Seiten fragen sich, ob allein die Verleihung von VRÖ-Awards an die Industrievertreter künftig ausreichen wird, weiterhin deren finanzielle Leistungen in Anspruch nehmen zu können. „Der Reifenhandel der Zukunft“ wird anders aussehen müssen, in der „Reifenwelt von morgen“, waren die Themen richtig gewählt. Die Adressaten fühlen sich – zumindest vom VRÖ – nicht angesprochen.



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