Wer kann glauben, dass alle jene Zeichen einer Krise, die sich nicht nur in unserem einst „Insel der Seligen“ genannten Land, sondern global breit machen, an ihm, an ihm allein vorbeigehen werden. Dass er genau so Autos verkaufen wird wie bisher, genauso seine Kunden in die Werkstatt bekommen wird, wie bisher. Wär’s auf Österreich beschränkt, könnte man sagen: Missmanagement, Unfähigkeit, Faulheit, alles, was wir uns so in selbstzerfleischender Art gerne selbst hineinsagen.
Noch hallen die motivierenden Reden des 44. US-Präsidenten Barack Obama nach. Im Rest der Welt aber wartet man vergeblich auf Anzeichen, wie denn die neuen Ideen aussehen sollen, die der (Welt-)Wirtschaft neuen Schwung verleihen.
Die Staatshaushalte stehen mit leeren Taschen da.
Schlagend wird das Problem, wenn die Krise am stärksten für alle spürbar ist. Das Defizit wird unüberschaubar. Die (Finanz-)Politiker stellen sich bei wachsendem Realitätsverlust gegenseitig die Persilscheine aus. So einfach geht das!
Spätestens jetzt ist die Frage zulässig, wie lange sich die im konstanten Tief befindliche Wirtschaft eine Europäische Gemeinschaft heutigen Zuschnitts noch leisten kann und/oder will.
Die zu Bittstellern verkommenen Fahrzeuganbieter haben bei vor sich auftürmenden Halden unverkaufter Autos keine Wahl. Sie produzieren nicht mehr, sondern werfen die Leute raus. Ein explosiver Cocktail, der sich da zusammenbraut und auf den keine Regierung dieser Welt eine friedensstiftende Antwort parat hält. Wohin z. B. mit den vielen Gastarbeitern. Die meisten, längst assimiliert, kann man nicht so einfach heimschicken. Behalten kann man sich auch nicht leisten. Das macht sie zu Bettlern! Sie, zur Masse anwachsend, haben kaum eine andere Wahl, als auf die Straße zu gehen. Leider nicht, um sich ein Auto oder ein anderes Investitionsgut zu kaufen. Das darf nicht verschwiegen werden beim Warten auf irgendein Geschenk des Himmels, der sich konjunkturell immer weiter verfinstert.
