Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes lud dazu Vertreter aus Autoindustrie (etwa Patrick Plain von Renault, Olivier Veyrier von Peugeot und Annette Winkler von Daimler), Zulieferbranche und Handel nach Brüssel. Als Vizepräsident der FIA nahm ÖAMTC-Präsident Werner Kraus, der einzige österreichische Repräsentant, an dem Treffen teil. Danach sprach er von einem „Etappensieg“: Zu einer ersatzlosen Streichung der Kfz-GVO werde es nicht kommen.
In ihren Schlussworten vermied Kroes allerdings eine so eindeutige Festlegung. Einerseits versprach sie, die Interessen des Einzelhandels – und die weitgehend gleich lautenden Wünsche der Konsumentenvertreter – zu berücksichtigen, andererseits versicherte sie den Herstellern, dass die Wettbewerbspolitik angesichts der Branchenkrise „keine unnötigen Hürden bei den Bemühungen zu überleben und sich anzupassen“ aufstellen werde. „Angesichts von 12 Mio. Arbeitsplätzen, die direkt oder indirekt von der Kfz-Branche abhängen, werde ich mir keine Entscheidung leicht machen und bleibe offen für alle vernünftigen Vorschläge, die faire Spielregeln und eine starke Branche sicherstellen“, hielt sich Kroes weiterhin alle Entscheidungen offen. 
Das Auslaufen der Kfz-GVO zum 31.5.2010 setzt die Kommission allerdings unter Zugzwang. Immer mehr Beobachter erwarten daher, dass die bestehende Regelung kurzerhand verlängert wird, um dadurch Zeit zu gewinnen.



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