Viele Funktionsträger drückten sich bei den Regierenden gegenseitig die Klinke in die Hand, bis zumindest der Kompromiss feststand. Angesagte 45 Mio. € halbierten sich, dennoch glänzt das Faymann-Regime als Retter der Automobilwirtschaft. Die Schattenkämpfer in den Medien kamen wieder rechtzeitig ans Licht, natürlich maskiert als „Rettet die Umwelt“-Komitee. Scheinheilig wird gefordert, die Autoflut einzudämmen. Und wie steht es mit den Jobs? Dass Arbeitslosigkeit und/oder Kurzarbeit keiner Konjunktur gut tut, ist erwiesen. Kein Lösungsansatz findet sich in deren Forderungen, Hauptsache man ist dagegen.
Presseförderungen nehmen die selbsternannten Umweltretter selbstverständlich in Anspruch, dem maroden während Jahrzehnten von wahnwitzigen Steuerleistungen ausgezehrten noch (!) immer 75.000 Leute beschäftigenden Autohandel gönnen sie hingegen keinen Cent Bundesstützung. Alles Unfug, werten sie ohne nachzudenken, dass auch der Autohandel zur Ankurbelung des Autoabsatzes saloppe 22,5 Mio. € beisteuert, damit für umweltfreundliche Autos dem Käufer 1.500 € Verschrottungsprämie bezahlt werden können.
Wir alle sind vom Umdenken erfasst. Wir wenden uns vom kontaminierten Essen, wehren uns gegen Atomkraft. Mit zitternder Freude stecken wir uns den Zapfhahn in den Tank, hoffend, dass der Motor immer weniger schluckt. Das Geld ist knapp geworden.
Wir tun also Sinnvolles. Die Regierung traut sich das nicht. Alibihandlungen wie limitierte Verschrottungsprämien aber halten nur von wirksamen Maßnahmen ab, wie Unterstützung einer schnellen Modernisierung des überalterten Wagenbestandes.
Man möge Gerhard Lustig diese Despektierlichkeit verzeihen, aber Supertaktik scheint es ihm nicht. Was nichts daran ändert, dass er seinen Ruf erschallen lässt: „Politiker, tut endlich umfassend was für Eure Wirtschaft. Alle anderen, die Industrie, die Autofahrer, alle tun was. Die Reihe ist an Euch!“
