Das waren die Zutaten des gelungenen Eurotax-Neujahrsempfangs 2009, der am 21.1. in positiver Grundstimmung und im Bewusstsein der großen Herausforderung, die auf die österreichische Autobranche zukommt, über die Bühne ging. Die Branche habe ein schwieriges Jahr vor sich, aber sie werde es bewältigen, zeigte sich Eurotax-Österreich-Chef Kinder überzeugt. Wenn sich der derzeitige Nebel auflöse und die Öko-Prämie beschlossene Sache sei, könne sich auch der „Stau im Flussbett der Automobilwirtschaft“ auflösen, meinte Importeurssprecher-Stv. Dr. Gerhard Pils, Chef von BMW Austria. Positiv Denkende würden die Ersten sein, die die Sonne genießen könnten, wenn sich der Nebel lichte. Eine Bilanz der Gremialtätigkeit 2008 präsentierte BGO Komm.-Rat Mag. Dr. Gustav Oberwallner. Er forderte klare Bestimmungen für die Garantie- und Gewährleistungsvergütung, ein Zusammenrücken von Handel und Import und die Vertriebskosten unter dem Gesichtspunkt des Verursacherprinzips auf den Prüfstand zu stellen. „Die Handelsspanne sollte dazu dienen, den Betrieb führen zu können und die Nachlasserwartung des Kunden zu erfüllen“, so Oberwallner.
Kontroversiell und von Reaktionen des Publikums begleitet ging die Diskussion zum Thema Verschrottungsprämie/Öko-Bonus über die Bühne. Fazit: Der Handel hofft, sobald der Öko-Bonus kommt, 20.000 bis 30.000 Autos mehr zu verkaufen. Wie auch bei der Diskussion deutlich wurde, werden nicht alle Gruppierungen mit dem Zuschuss vollkommen zufrieden sein. Importeurssprecher Mag. Ingo Natmessnig, der von einem Belebungseffekt durch den Öko-Bonus ausgeht, stören Politiker durch ihre Eingriffe in die Branche. Generell meinte er aber, dass sich der Markt selbst reguliere. AUTO-&Wirtschaft-Herausgeber Helmuth H. Lederer verglich Eingriffe wie den Öko-Bonus mit einem Sündenfall; was fehle, sei vor allem die Rechtssicherheit für die Käufer. Lederer verwies auch darauf, dass Doyen Albert Still von AVAG Holding (110 Autobetriebe) mit der deutschen Verschrottungsprämie wohl zufrieden sei. BGO-Stv. Komm.-Rat Burkhard W.R. Ernst machte die Zufriedenheit mit dem vorerst Erreichten und die Bedeutung für den Autohandel deutlich. Mag. Leo Szemeliker von der Tageszeitung „Der Standard“ bezeichnete unter Protesten des Auditoriums das Emissions-Bonus-Malus-System der Öko-NoVA genauso als Unsinn wie die Verschrottungsprämie, die „eigentlich der Branche unwürdig“ sei.
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