„In der Angebotskette haben wir normalerweise kleine und mittlere Unternehmen, die nicht genug Kapital besitzen, um eine Krise durchzustehen“, sieht Verheugen vor allem klassische Autohäuser in Gefahr. Dies gelte für jedes fünfte der europaweit 300.000 mittelständischen Autounternehmen. Auch in der Industrie werde es spürbare Veränderungen geben: „Langfristig wird die Produktion vor allem kleiner Wagen von West- nach Osteuropa wandern.“ Verheugen bekennt sich zu einer „starken, unabhängigen und führenden Autoindustrie in der Europäischen Union“, lässt aber gleichzeitig Kritik daran durchklingen, dass „Gewinne in guten Zeiten privatisiert und Verluste in schlechten Zeiten vergesellschaftet“ würden.
Ob die Prognose, dass 20 % der Autohäuser vor der Pleite stehen könnten, auch für Österreich gilt, ist unter Branchenvertretern umstritten. Der Ernst der wirtschaftlichen Lage ist jedenfalls allgemein bekannt.  Komm.-Rat Mag. Dr. Gustav Oberwallner, BGO des Fahrzeughandels, erneuert vor diesem Hintergrund – neben der Verschrottungsprämie – den Wunsch nach CO2-orientierter Besteuerung, Abschaffung oder Senkung der NoVA, erweitertem Vorsteuerabzug und unterstützten Finanzierungsmodellen. Letztere hätten sich in Ländern wie Frankreich, Italien oder Spanien „bereits sehr bewährt“.



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