Es gibt also doch die Chance, dass Unsinn dem Sinn weicht. Bisher konnte man vordergründig auf das Auto hindreschen. Jetzt, wo jedes Auto umweltfreundlich geliefert wird, geht’s nicht mehr. Jetzt muss man endlich einmal schauen, was wirklich schuld am Unglück der Verkaufsrückgänge ist, obwohl vieles klar ist. Immer mehr Leute ohne Job(aussichten) haben kein Geld und die Märkte sind obendrein mit Ware überfrachtet. Vom Umweltdenken allein kann niemand leben.
Die Autowirtschaft hat nie geleugnet, dass Autos einen Teil der Schuld tragen. Aber sie hat hundertprozentig die Konsequenzen gezogen, während andere nur reden und um öffentliche Gelder schreien: Sie und die Autokäufer haben ohne Regierungsgelder die nötigen Umweltmaßnahmen durchgeführt und alleweil steigende Steuer- und Betreiberbelastungen dafür hinnehmen müssen.
Nun werden – Ökologisierung hin oder her – Autowirtschaft und Autokäufer doch fordern dürfen, dass die offensichtliche Wende zur Wahrheit im Kampf gegen das Sterben der Wirtschaft Bestand hat. Dass nicht wieder Hysteriker männlichen und weiblichen Geschlechts mit dem Schrei „Weg mit den Autos“ allen Sinn in Unsinn kehren und alles, was nun an Richtigem gesagt und getan wird, rückgängig machen.
Die Verschrottungsprämie ist nur ein Etappensieg. In den nächsten Wochen und Monaten tagen die globalen und lokalen Marktstrategen, um die Verschrottungsprämie zur Stimulierung des maroden Autohandels auf den Weg zu bringen, nachdem nun der Welt „Heilsbringer“ Barack Obama sein Amt als US-Präsident angetreten hat sein Optimismus wie Opium in unsere Hirne wirkt. Wenn dabei auch wieder russisches Gas durch die Pipelines gen Westen fließt, wird in dieser oder jenen Form das Auto den Fortbestand der Konjunktur neu markieren und das Paket der Vergehen des Autos gegen die Sicherheit allen Lebens wieder aufgeschnürt.
Ja, die Vernunft spricht leise, weshalb sie so oft nicht gehört wird. Es wäre an der Zeit, dass auch in der Politik öfter gehört werde, was da gesagt wird.
