Konkret gewährt die deutsche Bundesregierung bis Jahresende eine Verschrottungsprämie von 2.500 € für alle Autos über neun Jahren. Dafür sind rd. 1,5 Mrd. € vorgesehen. Darüber hinaus soll die Kfz-Steuer ab 1.7. nicht mehr abhängig vom Hubraum, sondern vom Co2-Ausstoß berechnet werden. In Österreich werden derartige Maßnahmen seit Langem gefordert, doch von der Regierung bislang mit der Begründung abgelehnt, man wolle keine Alleingänge machen.
„Nachdem neben den bisherige Anbieterländern Italien, Frankreich, Spanien und Rumänien  nun auch Deutschland startet, darf Österreich nicht länger zuwarten“, erneuert Denzel-Vorstandssprecher Ing. Alfred Stadler seine Forderung nach einer Verschrottungsprämie. Auf das aus Branchensicht enttäuschende Ergebnis des „Autogipfels“ am vergangenen Donnerstag reagiert er mit Unmut: Die Regierung dürfe die ca. 70.000 Beschäftigen in Handel und Reparaturgewerbe nicht „im Regen stehen lassen“. Etwas differenzierter äußert sich Dipl-Ing. Rudolf Hamp, Generaldirektor des Motoren- und Getriebewerks von GM in Wien-Aspern: „Ich verstehe, dass man in Österreich bislang nicht allein zur Verschrottungsprämie greifen wollte.“ Eine europaweite Prämie sei aber äußerst wünschenswert: „Das hilft den Händlern und der Zulieferindustrie.“