A&W: Wie ist das Jahr 2025 gelaufen?

Reissigl: Der Markt hat sich 2025 sehr gut
stabilisiert. Bekanntlich gab es in den vergangenen Jahren enorme Ausschläge – zuerst zu wenig
Angebot, dann zu viel, mit entsprechenden Preisentwicklungen. 

Diese Phase ist vorbei. Der Markt hat sich wieder ausnivelliert und wir befinden uns inzwischen fast wieder auf Vorkrisenniveau. Das sehen wir sowohl bei den angebotenen Fahrzeugen als auch beim Abfluss. Entscheidend ist ja nicht nur, wie viele Autos online stehen, sondern wie gut Angebot und Nachfrage zusammenfinden.

Nutzen die Händler die Möglichkeiten, die ihnen willhaben bietet, ausreichend?

Reissigl: Immer mehr. Die Zahl der Händler, die noch nicht verstanden haben, wie wichtig die Priorisierung ihrer Präsenz auf der Plattform ist, wird kleiner. Die Verbesserung der Reihung und der Sichtbarkeit – das ist unsere Kernkompetenz, dazu kommen maßgeschneiderten Lösungen und digitale Kampagnen. Unsere Aufgabe ist es, die tägliche Arbeit des Händlers zu erleichtern. 

Etwa mit dem Anrufmanager, der hilft, Leads effizienter abzuarbeiten. Ein Highlight ist natürlich der Marktmonitor, wo die Preisfindung und die Nachfrageanalyse auf einem neuen Niveau stattfinden. 

Und wir erweitern willhaben Pro laufend. Auch verbessern wir in Kürze signifikant die Suche und Darstellungsmöglichkeiten für Händler beziehungsweise Fahrzeuge auf willhaben.

Wie lautet deine Prognose für das Auto- bzw. Gebrauchtwagenjahr 2026?

Reissigl: Wir denken, dass alle Trends stabil weiterlaufen: Hybrid-Modelle, reine Elektrofahrzeuge, alles wird weiter steigen. Die E‑Mobilität ist weiterhin gut unterwegs, wird sich technologisch durchsetzen.

2026 wird ein klarer Käufermarkt und aus unserer Sicht ein gutes Jahr für den Gesamtmarkt. Auch willhaben wird sich weiter professionalisieren: Bei digitaler Werbung auf willhaben starten wir gerade einen Schwerpunkt samt Reduktion der Werbedichte, für noch mehr Relevanz und Qualität. Zudem erkennen auch private Verkäufer immer stärker, wie wichtig professionelle Vermarktung ist. Die meisten User suchen nach Händlerfahrzeugen, aber der Wettbewerb – auch preislich – nimmt zu.