Bis Ende November gab das Winterreifengeschäft wenig Anlass zur
Freude. Davon lässt sich der VRÖ jedoch nicht beeindrucken: Mit
zahlreichen Aktivitäten sollen die Mitgliedsbetriebe gestärkt werden.
Gut 8 von 10 Autofahrern ließen bis zum Redaktionsschluss dieser
Ausgabe Winterreifen montieren, ergab eine Umfrage des Verbands der
Reifenspezialisten Österreichs (VRÖ). Die Pkw- Reifenstückzahlen
lagen somit bei 92 Prozent des Vorjahreswertes, ähnliche Rückgänge
wurden bei Pneus für Nutzfahrzeuge registriert. "Dieseaktuell
negative Situation kann sich, über ganz Österreich gesehen, bei einem
Wintereinbruch durchaus noch ins Positive wenden", will
Generalsekretärin Renate Okermüller die Flinte nicht ins Korn
(beziehungsweise in den Schnee) werfen.
Flexiblere Arbeitszeiten nötig
Angesichts der fordernden Rahmenbedingungen setzt der VRÖ zahlreiche
Aktivitäten, um seine Mitglieder bestmöglich zu unterstützen. So will
man das Sozialministerium zu einer Flexibilisierung der Arbeitszeiten
bewegen, um die immer stärkere saisonale Zuspitzung des
Reifengeschäfts abzufedern. "Wir sprechen von rund 4 bis 6 Wochen im
Jahr, in denen sich der Reifenhandel in einer Intensivsituation
befindet", sagt Okermüller. Die Situation habe sich durch die nunmehr
verpflichtende Verwendung von Reifendruckkontrollsystemen (RDKS) in
Neufahrzeugen weiter verschärft. Stichwort RDKS: In Kooperation mit
den Standesvertretungen der Fahrzeughändlerund Kfz-Techniker hat der
VRÖ eine neue Broschüre aufgelegt. Diese soll Endkunden über das
durchaus komplexe Thema aufklären. Gleichzeitig sind weitere
Schulungs-und Weiterbildungsmaßnahmen geplant, da der vorerst noch
überschaubare Anteil der Fahrzeuge mit RDKS rasch steigen dürfte.
Mystery Shopping für die Reifenbranche
Die Frage "Wie gut sind wir wirklich?" können Mitglieder des VRÖ
unterdessen mit einem neu aufgelegten Mystery-Shopping-Angebot
beantworten. Gemeinsam mit dem Unternehmen Pitters Trendexpert wurde
ein branchenspezifisches und preislich attraktives Verfahren für den
Reifenfachhandel entwickelt. "Damit können Betriebsinhaber
wesentlicheErkenntnisse gewinnen, um die Qualität im Kundenumgang zu
verbessern" unterstreicht Beratungsprofi Dr. Harald Pitters. (HAY)