Gut 8 von 10 Autofahrern ließen bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe Winterreifen montieren, ergab eine Umfrage des Verbands der Reifenspezialisten Österreichs (VRÖ). Die Pkw- Reifenstückzahlen lagen somit bei 92 Prozent des Vorjahreswertes, ähnliche Rückgänge wurden bei Pneus für Nutzfahrzeuge registriert. "Dieseaktuell negative Situation kann sich, über ganz Österreich gesehen, bei einem Wintereinbruch durchaus noch ins Positive wenden", will Generalsekretärin Renate Okermüller die Flinte nicht ins Korn (beziehungsweise in den Schnee) werfen.

Flexiblere Arbeitszeiten nötig

Angesichts der fordernden Rahmenbedingungen setzt der VRÖ zahlreiche Aktivitäten, um seine Mitglieder bestmöglich zu unterstützen. So will man das Sozialministerium zu einer Flexibilisierung der Arbeitszeiten bewegen, um die immer stärkere saisonale Zuspitzung des Reifengeschäfts abzufedern. "Wir sprechen von rund 4 bis 6 Wochen im Jahr, in denen sich der Reifenhandel in einer Intensivsituation befindet", sagt Okermüller. Die Situation habe sich durch die nunmehr verpflichtende Verwendung von Reifendruckkontrollsystemen (RDKS) in Neufahrzeugen weiter verschärft. Stichwort RDKS: In Kooperation mit den Standesvertretungen der Fahrzeughändlerund Kfz-Techniker hat der VRÖ eine neue Broschüre aufgelegt. Diese soll Endkunden über das durchaus komplexe Thema aufklären. Gleichzeitig sind weitere Schulungs-und Weiterbildungsmaßnahmen geplant, da der vorerst noch überschaubare Anteil der Fahrzeuge mit RDKS rasch steigen dürfte.

Mystery Shopping für die Reifenbranche

Die Frage "Wie gut sind wir wirklich?" können Mitglieder des VRÖ unterdessen mit einem neu aufgelegten Mystery-Shopping-Angebot beantworten. Gemeinsam mit dem Unternehmen Pitters Trendexpert wurde ein branchenspezifisches und preislich attraktives Verfahren für den Reifenfachhandel entwickelt. "Damit können Betriebsinhaber wesentlicheErkenntnisse gewinnen, um die Qualität im Kundenumgang zu verbessern" unterstreicht Beratungsprofi Dr. Harald Pitters. (HAY)