Ein bisschen könne man die Situation, in der Auto Schwarz in Kirchbach vor einigen Monaten stand, mit dem Ende einer langen Ehe vergleichen, erklärt Gottfried Scharf, Geschäftsleiter von Stieger Software in Österreich. Damals beendete die Kfz-Werkstätte westlich von Hermagor die jahrzehntelange Tätigkeit als VW-Kundendienstpartner. "Es waren vor allem die hohen Kosten, die uns dazu bewogen haben", erklärt Firmenchef Herwig Schwarz: "Wir haben für die Software 16.000 Euro im Jahr bezahlt. Das muss ein kleiner Betrieb wie unserer erst einmal verdienen."

Das war der Moment, als Stieger Software ins Spiel kam. "Man muss sich die Situation der Werkstätte so vorstellen", sagt Scharf: "Man ist geschieden, geht auf die Suche, was es an Alternativen gibt, aber man steht plötzlich ohne Daten, ohne Programm da." Nach Abschluss des neuen Vertrages sei es gelungen, den Lieferanten-und Kundenstamm von Auto Schwarz zu übernehmen: "Auch der Fahrzeug-und der Teilestamm sind weiter verfügbar." Dies funktioniere durch Programmierung in der Zentrale, erklärt Scharf: "Wenn wir mit dem gefüllten System zum Kunden kommen, sind die richtigen Daten schon in den richtigen Feldern vorhanden."

Drei Arbeitsplätze wurden ausgerüstet

Auto Schwarz entschied sich für das Programm Easydrive und nahm als Zusatzmodule auch die Zeiterfassung und das Reifenprogramm. 3 Arbeitsplätze wurden ausgerüstet; insgesamt hat das Unternehmen 8 Mitarbeiter. Nicht ganz fair empfindet Scharf die Vorgangsweise des bisherigen Software-Partners in solchen Fällen. "Wenn sich jemand in der VW Gruppe dazu entscheidet, die Marke aufzugeben oder ihm der Vertrag genommen wird, dann steht er mit seinen Historydaten im luftleeren Raum, weil die Aufbereitung für ein neues Programm zu zeitintensiv und somit zu kostspielig wäre", sagt Scharf. Für solche Fälle blieben nur die guten, alten Ordner.

Ähnlich sei es bei Mitbewerbern, die Cloud-Lösungen anbieten würden: "Das gilt zum Beispiel auch dann, wenn der Kunde nicht mehr bereit ist, auf eine neue, teurere Version umzusteigen."

Preisvorteile werden an Kunden weitergegeben

In Kirchbach ist man jedenfalls mit der neuen Lösung sehr zufrieden. "Vor allem der Preis spricht eindeutig für Stieger Software", sagt Herwig Schwarz. "Bei unserem bisherigen Anbieter haben wir als kleine Werkstätte nur 15 Prozent des Angebots genutzt, aber voll bezahlt." Mit Stieger habe man nun den Teilestamm von 5 Lieferanten im System und könne perfekt arbeiten. Die Vorteile können zumindest teilweise auch an die Kunden weitergegeben werden: "Aufgrund der niedrigeren Betriebskosten hat sich auch unser Stundenverrechnungssatz deutlich verringert."

Das Unternehmen verkauft auch Gebrauchtwagen, die gemeinsam mit den Kunden auf den diversen Online-Plattformen gesucht werden: "40 bis 50 sind es jährlich. So hat der Kunde die Sicherheit, dass jemand fürs Auto geradesteht." (MUE)