Nach 40 Jahren im VW-Kundendienst waren für Auto Schwarz im Kärntner
Gailtal die Fixkosten zu hoch: Mit Stieger Software fand die nunmehr
freie Werkstätte einen neuen Partner.
Ein bisschen könne man die Situation, in der Auto Schwarz in
Kirchbach vor einigen Monaten stand, mit dem Ende einer langen Ehe
vergleichen, erklärt Gottfried Scharf, Geschäftsleiter von Stieger
Software in Österreich. Damals beendete die Kfz-Werkstätte westlich
von Hermagor die jahrzehntelange Tätigkeit als
VW-Kundendienstpartner. "Es waren vor allem die hohen Kosten, die uns
dazu bewogen haben", erklärt Firmenchef Herwig Schwarz: "Wir haben
für die Software 16.000 Euro im Jahr bezahlt. Das muss ein kleiner
Betrieb wie unserer erst einmal verdienen."
Das war der Moment, als Stieger Software ins Spiel kam. "Man muss
sich die Situation der Werkstätte so vorstellen", sagt Scharf: "Man
ist geschieden, geht auf die Suche, was es an Alternativen gibt, aber
man steht plötzlich ohne Daten, ohne Programm da." Nach Abschluss des
neuen Vertrages sei es gelungen, den Lieferanten-und Kundenstamm von
Auto Schwarz zu übernehmen: "Auch der Fahrzeug-und der Teilestamm
sind weiter verfügbar." Dies funktioniere durch Programmierung in der
Zentrale, erklärt Scharf: "Wenn wir mit dem gefüllten System zum
Kunden kommen, sind die richtigen Daten schon in den richtigen
Feldern vorhanden."
Drei Arbeitsplätze wurden ausgerüstet
Auto Schwarz entschied sich für das Programm Easydrive und nahm als
Zusatzmodule auch die Zeiterfassung und das Reifenprogramm. 3
Arbeitsplätze wurden ausgerüstet; insgesamt hat das Unternehmen 8
Mitarbeiter. Nicht ganz fair empfindet Scharf die Vorgangsweise des
bisherigen Software-Partners in solchen Fällen. "Wenn sich jemand in
der VW Gruppe dazu entscheidet, die Marke aufzugeben oder ihm der
Vertrag genommen wird, dann steht er mit seinen Historydaten im
luftleeren Raum, weil die Aufbereitung für ein neues Programm zu
zeitintensiv und somit zu kostspielig wäre", sagt Scharf. Für solche
Fälle blieben nur die guten, alten Ordner.
Ähnlich sei es bei Mitbewerbern, die Cloud-Lösungen anbieten würden:
"Das gilt zum Beispiel auch dann, wenn der Kunde nicht mehr bereit
ist, auf eine neue, teurere Version umzusteigen."
Preisvorteile werden an Kunden weitergegeben
In Kirchbach ist man jedenfalls mit der neuen Lösung sehr zufrieden.
"Vor allem der Preis spricht eindeutig für Stieger Software", sagt
Herwig Schwarz. "Bei unserem bisherigen Anbieter haben wir als kleine
Werkstätte nur 15 Prozent des Angebots genutzt, aber voll bezahlt."
Mit Stieger habe man nun den Teilestamm von 5 Lieferanten im System
und könne perfekt arbeiten. Die Vorteile können zumindest teilweise
auch an die Kunden weitergegeben werden: "Aufgrund der niedrigeren
Betriebskosten hat sich auch unser Stundenverrechnungssatz deutlich
verringert."
Das Unternehmen verkauft auch Gebrauchtwagen, die gemeinsam mit den
Kunden auf den diversen Online-Plattformen gesucht werden: "40 bis 50
sind es jährlich. So hat der Kunde die Sicherheit, dass jemand fürs
Auto geradesteht." (MUE)