Das Intro der Science-Fiction-Serie Star Trek ist relativ passend, denn nur wenige Unternehmen in der Automobilbranche wissen, wie man mit den neuen Medien des Web 2.0 und seinen mysteriösen Bewohnern umgehen soll. Nun, wir wissen es auch nicht. Keiner weiß es und jeder, der das Gegenteil behauptet, lügt schlicht und ergreifend. Denn schon am nächsten Tag kann sich alles grundlegend geändert haben. Da man nie weiß, woran man gerade ist, gibt es wie auf Forschungsreisen ins Unbekannte nur Faustregeln, die einem das Leben einfacher machen können.

Unter Web 2.0 versteht man alle Seiten des Webs, die Inhalte bieten, die durch die Nutzer selbst gestaltet wurden. Also zum Beispiel YouTube, Facebook, Twitter, diverse Foren und so weiter. In Sachen Web 2.0 kommt man inÖsterreich bei einem Big Player nicht vorbei: Facebook. Aber nicht immer macht eine Präsenz des Unternehmens auf der Plattform auch Sinn.

Facebook: Fluch und Segen

Am Anfang steht dieÜberlegung, was man mit der Facebook-Seite erreichen will und wie viel Ressourcen man dafür aufwenden möchte. Zwar ist die Seite schnell erstellt und erste Fans lassen auch nicht lange auf sich warten.Was aber macht man dann damit? Denn nur weil man ein Angebot eines Neu-oder Gebrauchtwagens an seine 100 Fans postet, wird der Schauraum nicht gestürmt. Viel eher ist wahrscheinlich, dass ein unzufriedener Kunde seinem Ärger Luft verschafft und einem gehörig die Meinung auf der Pinnwand schreibt. Reagiert man dann unprofessionell, kann dies böse Folgen haben.

Entscheidet man sich trotzdem für eine Präsenz auf Facebook, sollte zuerst ein fähiger Mitarbeiter oder noch besser eine Agentur (je nach Budget) mit der Betreuung und Befüllung beauftragt werden, die, bei entsprechender Aufbereitung, mindestens 10 Stunden pro Woche (auch am Wochenende) in Anspruch nimmt. Aber was soll man nun posten?

Nun, das Tolle am Web 2.0 ist, man bekommt direkt Feedback, was gefällt und was nicht. Gute Beiträge auf Facebook werden von rund 10 Prozent des erreichten Zielpublikums geliked. Dabei sind Fans nicht gleich erreichtes Publikum, denn Facebook sortiert in den jeweiligen Chroniken verschiedenste Beiträge aus, wodurch im Durchschnitt nur die Hälfte der Fans erreicht wird. Andererseits können durch Inhalte, die von Personen geteilt werden, auch dessen "Freunde" angesprochen werden, die noch nicht Fans sind -vorausgesetzt natürlich der Beitrag ist interessant genug.

Um zu erfahren, was das Zielpublikum interessiert, ist Phantasie gefragt, die grenzenlos sein kann -nur bei der Länge gilt: alles so kurz wie möglich. Beliebt sind Tipps und Tricks fürs alltägliche Leben, witzige Sachen und das Ganze am besten per Foto oder Video untermalt. Tipp: Gute Ideen findet man auf beliebten Seiten. (MKR)