Vector ist mit seiner Kfz-Software CDP in ganz Europa erfolgreich.
Geschäftsführer Daniel Reischer und Produkt-Manager Lutz Herkel
erklären die Gründe.
AUTO&Wirtschaft: Wie hat sich die EDV im Autohaus in den
vergangenen Jahren verändert?
Reischer: In der Betrachtung hat sich in den vergangenen 10 Jahren
nicht viel verändert. Die EDV wird als notwendiges Übel gesehen, aber
die Welt ändert sich und die Geschäftsgrundlage ändert sich. Die
Händler leben genauso wie wir mit einem nicht gerade wachsenden Markt
und mit Mitbewerbern, die sich über den Preis profilieren. Wir bieten
Werkzeuge, damit man reagieren und vor allem agieren kann. Es geht
schließlich darum, mehr Umsatz zu generieren.
A&W: Können Sie uns Beispiele nennen?
Herkel: Ein Beispiel ist der mobile Annahmeassistent. Hier können bei
der Fahrzeugannahme Checklisten verwendet werden. Basis sind die
Herstellervorgaben, die vom Anwender ergänzt und erweitert werden
können. Bei konsequenter Nutzung des Systems wird -allein durch die
Wahrscheinlichkeit -das Potenzial wesentlich besser ausgenutzt.
A&W: Wie funktioniert das?
Herkel: Passend zum jeweiligen Fahrzeug werden die Herstellervorgaben
für Service und Reparatur angezeigt, ergänzt wird um individuelle
Punkte wie Wischerblätter, Fahrzeugreinigung oder Blechreparaturen.
Wichtig ist, diese Informationen über den Zustand des
Kundenfahrzeuges zu speichern und dieses Reparaturpotenzial in
Abstimmung mit dem Kunden in saisonal schwachen Zeiten umzusetzen.
Über die Auswertung in unserem System kann man feststellen, wann die
Werkstätte leer ist und rechtzeitig planen. Umso wichtiger ist es,
das Potenzial von Frequenzbringern wie dem Reifenwechsel zu nutzen.
A&W: Welche weiteren Instrumente können Sie anbieten?
Herkel: Ein entscheidendes Instrument ist eben die Auswertung, hier
kann ich genau erkennen, wo gibt es Profit, wo habe ich zu hohe
Kosten. Ebenso können die Kennzahlen bei der Kundenbindung eingesetzt
werden und mit unseren Modulen Autohaus-App, Kundenkarte oder
Zeitwertreparatur verbessert werden. A&W: Wo sehen Sie die größten
Vorteile von Vector? Reischer: Die Anforderungen seitens der
Automobilhersteller werden immer umfangreicher und komplexer,
Änderungen müssen sehr schnell umgesetzt werden. Da haben wir
aufgrund unserer Größe natürlich einen Vorteil. Und mit der großen
Zahl an Kunden können die Kostenbesser aufgeteilt werden.
A&W: Cloud-Systeme sind der große Trend, wie viele Betriebe sind bei
Ihnen schon umgestiegen?
Herkel: Mehr als die Hälfte läuft schon im zentralen System, also
komplett online. Die Vorteile sind wesentlich sicherere Daten sowie
keine laufenden Aufwände und Kosten für Software-Pflege, Updates und
Hardware. Das Programm ist immer am aktuellsten Stand.
A&W: Der Kunde erspart sich also den eigenen Server?
Reischer: Richtig, die Daten liegen zentral auf unserem Server, der
wiederum im Hochsicherheitszentrum steht. Dabei ist zu erwähnen, dass
die Kosten für den eigenen Server immer falsch kalkuliert werden.
Denn die Hardware ist nur ein Bruchteil, viel höher sind die Kosten
für Hardware-und Softwarewartung, Datensicherung, Virenschutz und
Strom.
A&W: Welchen Vorteil hat der Kunde mit CDP?
Reischer: Es gibt in der Autobranche das Missverständnis, dass EDV
etwas kostet. Dabei muss EDV mehr bringen, als sie kostet, der Nutzen
muss im Vordergrund stehen und Geld bringen. Wir sind weit weg von
den Billigsten, aber wir bringen den Kunden am meisten. (GEW)