Eine Million Batterie-Ladegeräte produziert der schwedische
Hersteller CTEK pro Jahr: Nun wird gemeinsam mit Hella der
österreichische Markt in Angriff genommen.
Johan Holmberg ist -wie viele Schweden -kein Mann der großen Worte:
Geht es jedoch nach den Plänen in Österreich, so gerät der
Regionaldirektor der Firma CTEK ins Schwärmen: "Ein sehr
interessanter Markt und es gibt noch viel mehr Potenzial für uns."
Lange hat der Hersteller von Batterie-Ladegeräten nach einem
geeigneten Partner in Österreich gesucht -und schlussendlich in der
Hella Ersatzteilhandel GmbH in Wien gefunden. Die Palette, die CTEK
anbietet, ist umfangreich -und doch einigermaßen überschaubar.
"Insgesamt 19 Ladegeräte für Endverbraucher bzw. für Werkstätten,
dazu 22 Zubehör-Produkte", analysiert Holmberg.
Optimistisch ist auch Axel Frödrich, Geschäftsführer von Hella
Ersatzteilhandel: "Wir wollen das Geschäft deutlich ausbauen: "Durch
das Portfolio ist jeder ein potenzieller Kunde unserer Partner im
Handel -bis hin zum Endverbraucher."
Seit rund 3 Monaten bietet Hella die komplette Range von CTEK an:
"Wir sind auf einem guten Weg, weil auch die Qualität von CTEK sehr
hoch ist. Dass zum Beispiel auch der Ladezustand der Batterie
angezeigt wird, hat nicht jeder Wettbewerber." Gekauft werden die
Geräte verstärkt auch von Gebrauchtwagenhändlern, um
Erhaltungsladungen abzusichern.
Dabei ist CTEK eigentlich sehr jung: Erst 1997 wurde das Unternehmen
gegründet, 1999 kamen die ersten Geräte auf den Markt. Seither wurde
die Jahresproduktion von 1.200 auf mehr als 1.000.000 gesteigert.
"Wir sind Marktführer in Europa", sagt Holmberg. Als Kunden sieht er
neben Privatpersonen (etwa Sportwagen-oder Oldtimer-Besitzer, die ihr
Fahrzeug zwischen den Ausfahrten laden) vor allem Werkstätten. Hier
gebe es größere, stärkere Geräte, meint Holmberg, etwa das MXTS 40:
"Wir werden in naher Zukunft in diesem Bereich sicher noch deutlich
mehr Geräte bringen." Schon heute könne man mit den Gräten von Pkws
über Lkws bis hin zu Bussen alle Fahrzeuge bedienen, sagt Holmberg.
Batteriepflege verlängert die Lebensdauer
"Es zeigt sich auch, dass die Verbraucher immer stärker präventiv
denken und ihr Auto schon frühzeitig laden -und nicht erst, wenn es
in der Früh nicht mehr anspringt", sagt Holmberg. Vor allem bei
Autos, die häufig auf Kurzstrecken in der Stadt eingesetzt werden,
kann eine solche Batteriepflege die Lebensdauer deutlich erhöhen.
"Das Wichtigste dabei: Man kann nichts falsch machen", sagt Holmberg:
"Wenn die Klemme falsch angeschlossen ist, leuchtet einfach eine
Warnlampe auf." (MUE)