Die Elefantenhochzeit verdeutlicht einerseits den anhaltenden Konzentrationsprozess am Automotive Aftermarket, andererseits wird sie von vielen Marktteilnehmern lieber gesehen als die wahrscheinlichste Initiative, nämlich eine Übernahme von Trost durch den US-Konzern LKQ. Diese hätte das Potenzial gehabt, das mitteleuropäische Preisgefüge zu zerstören. Hartnäckig hält sich daher das Gerücht, dass W+M bei seiner Übernahme zumindest indirekt Unterstützung von der Zulieferindustrie erhalten haben könnte.
Neuer europäischer Marktführer
Tatsache ist, dass W+M mit seinen 3.300 Mitarbeitern in Deutschland,Österreich, den Niederlanden und den USA seit Längerem den durch sein Engagement in Osteuropa geschwächten Konkurrenten (rund 4.000 Mitarbeiter) übernehmen wollte. Nun wurde mit den bisherigen Eigentümern -der Gründerfamilie und der in vielen Branchen engagierten Joachim-Herz-Stiftung -eine Übereinkunft erzielt.
Trotz des vollständigen Eigentümerwechsels sollen beide Firmen "weiterhin als selbstständige Unternehmen geführt werden", heißt es in einer Mitteilung des neuen europäischen Marktführers. Zumindest im Backoffice wird es über kurz oder lang jedoch zur Nutzung von Synergien kommen. In Österreich harrt die Brache gespannt der Dinge: Hier verfügt W+M bislang über 4 und Trost über 9 Standorte. (HAY)
Spezialgebiet mit Wachstums-Chancen
Bei der Euromaster-Franchise-Tagung wurde über die erfolgreiche Entwicklung des Netzwerkes, über Potenziale und Herausfo...