Es war zumindest ein Hauch von Hollywood zu spüren an diesem November-Abend im Colosseum XXI in Wien-Floridsdorf: Denn erstmals in der mehr als 30-jährigen Geschichte des "Großen Österreichischen Automobil-Preises des ARBÖ" standen die Sieger nicht schon einige Tage vor der Veranstaltung fest, sondern wurden unter notarieller Aufsicht erstam Podium bekannt gegeben. Eine Idee, die man rundherum unterstützen muss!

Neues Konzept kam bei Besuchern gut an

Und so war es kein Wunder, dass dieses Mal deutlich mehr ranghohe Vertreter aus der Kfz-Branche zur Veranstaltung gekommen waren als in den Jahren zuvor. Irgendwie erhoffte sich doch jeder eine Auszeichnung. Auf die Bühne durften dann aber doch nicht alle: In der Kategorie "Start"(das sind Autos mit einem maximalen Einstiegspreis von 20.000 Euro) heißt der Sieger Citroën C4 Cactus, an zweiter Stelle landete der Mini, auf Platz 3 kam der Mazda3.

Im Bereich "Medium"(Fahrzeuge mit einem Listenpreis zwischen 20.001 und 50.000 Euro) entschied sich die 61-köpfige Jury für den BMW i3. Silber ging an die Mercedes C-Klasse, Bronze an den Audi TT. Im Gegensatz zu früheren Jahren durften diesmal die ARBÖ-Mitglieder nicht mitstimmen: In der Kategorie "Premium" (Fahrzeuge über 50.001 Euro) kam der Porsche Macan auf das oberste Treppchen, gefolgt vom BMWi8 und dem Porsche 918 Spyder.

Drei Preise kamen direkt vom ARBÖ

Vom ARBÖ direkt vergeben wurde auch heuer wieder der "Umweltpreis": Diesen bekam der Hyundai ix35 FCEV, das erste serienmäßige Brennstoffzellenauto der Welt. Erstmals verliehen wurde heuer der Sicherheitspreis: Er ging an das "Virtual Cockpit" von Audi. Viel Applaus erhielt der frühere Formel-1- Reporter Heinz Prüller, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde.

In seiner Rede appellierte ARBÖ-Präsident Komm.-Rat Dr. Heinz Hofer im Namen der 400.000 Mitglieder des Autofahrerklubs an die Politiker: "Wir kämpfen gegen die Belastungen: Es kann nicht sein, dass der Staat jährlich 13 Milliarden Euro an automobilen Steuern einnimmt, aber nur 4 Milliarden für die Infrastruktur ausgibt. Daher sind wir für die Erhöhung des Kilometergeldes und gegen die Einführung von Citymauten." Steter Tropfen höhle den Stein, glaubt Hofer: "Deswegen werden wir mit unseren Anliegen immer vorstellig werden." (MUE)