Wie groß das Gebiet ist, das mittlerweile von der Ernst-Diez-Straße 3 in Klagenfurt aus betreut wird, zeigt ein Blick auf die Landkarte: Der nordwestlichste Mazda-Händler, der Ersatzteile und Neuwagen via Kärnten bezieht, liegt in Ústí nad Labem, also im äußersten Norden Böhmens. Würde man von dort zum südöstlichsten Händler fahren, der an das Klagenfurter System angeschlossen ist, so müsste man 3.400 Kilometer zurücklegen, was (ohne Pause und Staus) zumindest 38 Stunden dauern würde. Dieser liegt nämlich in der Stadt Diyarbakır im kurdisch dominierten Osten der Türkei.
Großes Potenzial für die kommenden Jahre
Damit ist es zwar nicht das Reich, in dem die Sonne nie untergeht: Doch Mag. Heimo Egger, der den schönen Titel eines Director Operations Mazda CSEE bei der Mazda Austria GmbH trägt, ist von seinem Arbeitsgebiet wahrlich universell aufgestellt. Insgesamt 18 Länder werden von Kärnten aus betreut: Jüngster Coup war Anfang November die Vereinbarung über den Beginn des Neuwagenverkaufs in der Türkei. Das war nur der logische zweite Schritt: Denn für den Ersatzteil-Verkauf im Land am Bosporus war Mazda Austria schon in den vergangenen 10 Monaten zuständig. Wie bisher werden die Ersatzteile für die 20 Händler in der Türkei auch weiterhin direkt aus dem Lager in Klagenfurt geliefert.
Die Händler in der Türkei sind vor allem in Städten aktiv. "Das wird auch so bleiben, wir planen keine großen Veränderungen", sagt Egger. Dass die Türkei ein Riesen-Potenzial hat, ist klar: Immerhin werden bei 77 Millionen Einwohnern, also fast dem Zehnfachen Österreichs, derzeit "nur" 570.000 Neuwagen pro Jahr verkauft -das ist nicht einmal das Doppelte von uns. Auf Mazda sollen 2015 etwa 2.800 Stück entfallen, 2020 sollen es 5.000 sein. "Das meiste wird auf den Mazda3 in der Stufenheck-Version und auf den kommenden CX-3 entfallen."
Gute Ergebnisse in Osteuropa
Der Umsatz von Mazda Austria steigt durch das Engagement in der Türkei um 41 Millionen Euro im kommenden Jahr. Insgesamt managt Mazda von Klagenfurt aus bereits 18 Märkte in Ost-und Südosteuropa. Nächster denkbarer Schritt: Zum Ersatzteilhandel in Griechenland könnte später auch der Neuwagenhandel dazukommen.
Generell ist Osteuropa nach einigen Jahren der Krise wieder auf dem Weg nach oben. "Wir haben heuer außerhalb von Österreich rund 7.200 Neuwagen verkauft und wachsen überall stärker als der Markt." Wichtig für die Händler: Auf den Mazda6 und den CX-5 entfällt mehr als die Hälfte der Autos, sodass auch die Margen stimmen. Am besten lief es heuer in Ungarn (+86 Prozent), Kroatien (+67 Prozent)und in der Slowakei (+62 Prozent). (MUE)
Spezialgebiet mit Wachstums-Chancen
Bei der Euromaster-Franchise-Tagung wurde über die erfolgreiche Entwicklung des Netzwerkes, über Potenziale und Herausfo...