Gäbe es in Autohäusern so etwas wie einen absoluten Schlussverkauf, dann wäre es die aktuelle Situation bei Chevrolet: Mitte November standen bei den verbliebenen Partnern noch rund 200 Fahrzeuge (großteils Vorführwagen), die einen Käufer suchten. Laut Rainer Fillitz, Geschäftsführer des Importeurs, ist das Interesse von Kunden nach wie vor vorhanden: "Allerdings kommt es vor, dass ein Fahrzeug, das beispielsweise von einem Kunden bei einem Händler in Wien gesucht wird, bei einem Händler in Vorarlberg steht, der es lieber selbst aufhebt, weil ein Kunde Interesse haben könnte. Nach wie vor gibt es auch Anfragen von Händlern an den Importeur, die wir aber abschlägig behandeln müssen." Fix ist, dass der Vertrag von Fillitz mit Jahresende ausläuft: Seine berufliche Zukunft ist noch ungewiss, er würde aber gern in der Autobranche bleiben. Wie viele der derzeit 7 Beschäftigtenauch 2015 beim Importeur verbleiben, ist noch unklar.

Causa Mussger bleibt nach wie vor ungeklärt

Nach Beendigung der Händlerverträge mit Ende des 2. Quartals haben sich ja 51 der 52 Händler bereits mit dem Importeur geeinigt, nur mit der Firma Mussger in Kapfenberg scheint es auf ein Gerichtsverfahren hinauszulaufen. Mussger stellt Ausgleichsanspruch, Schaden-und Investitionsersatz an Chevrolet.

Für die rund 90 verbleibenden Servicepartner steht für die kommenden Jahre ein Bestand von knapp 40.000 Autos bereit, ein Zehntel stammt noch von der Vorgängermarke Daewoo. (MUE)