Autofahrerklubs, Mineralölfirmen, Versicherungen und Banken: Sie alle müssten ein Interesse daran haben, dass die individuelle Mobilität von Politik und Medien fair behandelt wird. Dennoch gelang es nicht, diese Zielgruppe für das im November 2013 gegründete MFU zu begeistern. Nicht einmal die KfzTechniker und die Karosseriebauer konnten überzeugt werden. Kein Wunder, dass der von Wolfgang Rosam versprochene Erfolg ausblieb.
Abschied auf Raten
Vor allem der Arbeitskreis der Automobilimporteure war nicht bereit, weiterhin in die Zusammenarbeit mit dem Lobbyisten zu investieren. Bei der jüngsten Bundesgremialsitzung wurde daher ein Schlussstrich unter die Episode Rosam gezogen. "Wir haben einen Modus Vivendi für die Zeitspanne bis zur Wirtschaftskammerwahl im Februar 2015 gefunden", erklärten Obmann Komm.-Rat Burkhard Ernst und Importeurssprecher Dr. Felix Clary und Aldringen: Bis dahin soll der Name MFU fortbestehen, Öffentlichkeitsarbeit werden jedoch nur mehr die Funktionäre selbst betreiben. Danach liegt es an den neu gewählten Interessenvertretern, eine erfolgreichere Medienstrategie zu formulieren.
Dringender Handlungsbedarf
Zu tun gibt es genug: Von Tempo 100 in Tirolüber die geplante massive Pkw-Reduktion in Wien bis zu einer womöglich höheren Besteuerung von Dieselfahrzeugen reichen die brisanten Themen. Dass die Kammerfunktionäre allein nicht in der Lage sind, den medial bestens vernetzten Autofeinden von VCÖ und Co entgegenzutreten, haben sie in der Vergangenheit zur Genüge bewiesen. Dass teure Lobbyisten nicht zwangsläufig den gewünschten Erfolg bringen, steht nunmehr auch fest.
Unterdessen sinken die Pkw-Verkaufszahlen auf voraussichtlich weniger als 310.000 Neuzulassungen, die Händler verlieren die letzten Ertragsreserven und die Werkstätten klagen über leere Hallen. Es wäre nicht überraschend, wenn engagierte Branchenteilnehmer angesichts dessen selbst den Schritt in die Öffentlichkeit setzen.
Spezialgebiet mit Wachstums-Chancen
Bei der Euromaster-Franchise-Tagung wurde über die erfolgreiche Entwicklung des Netzwerkes, über Potenziale und Herausfo...