Dass einösterreichisches Autohaus weltweit Standards setzt, kommt selten vor: Der Familienbetrieb Seipl ist eines davon. "Denn mit Ausnahme eines neuen Händlers in Frankfurt gibt es weltweit noch niemanden, der die neue CI von Jaguar Land Rover derart konsequent umgesetzt hat", sagt Mag. Peter Modelhart,seit 2005 Geschäftsführer des österreichischen Importeurs. Modelhart muss es wissen: Der Manager ist auch für den wichtigen deutschen Markt und für Tschechien zuständig. Der Bau, den die Familie Seipl in der Welser Straße 91-93 in Leonding vor den Toren von Linz hingestellt hat, ist bemerkenswert. Mit Investitionskosten in siebenstelliger Höhe wurde der Schauraum von Land Rover bereits im Vorjahr in einer zuvor an eine Batteriefirma verpachteten Halle komplett neu adaptiert; er ist 713 m 2 groß und bietet Platz für 18 Fahrzeuge.

Nun wurde auch der direkt daneben liegende Schauraum für Jaguar fertiggestellt. Dafür wurde die bisher für beide englischen Marken genutzte Fläche komplett umgebaut: Für Jaguar stehen nun 340 m 2 Platz zur Verfügung, acht Fahrzeuge können ausgestellt werden.

Seit 1978 mit dabei

Das Autohaus Seipl verkauft Jaguar seit dem Jahr 1978; Land Rover ist seit 1989 im Programm. Am Ruder sind seit mittlerweile 10 Jahren Mag. Doris und Mag. Christa Seipl, die sich Verkauf/Personal bzw. Finanzen/IT fein säuberlich aufgeteilt haben. Im Hintergrund mischen aber immer noch die Eltern Florian und Cäcilia mit. In den vergangenen Jahren hat sich das Autohaus einen Stamm von 1.200 Jaguar-und 1.800 Land-Rover-Kunden erarbeitet. "Die treuesten Kunden sind von Beginn an dabei: Einer von ihnen hat fast 30 neue Autos bei uns gekauft", erzählt Florian Seipl.

Durch die Eröffnung erhofft sich die Familie eine weitere Belebung des Neuwagen-Geschäfts: Im Vorjahr wurden laut Doris Seipl 210 neue Land Rover und 50 neue Jaguar verkauft (dazu kommen noch 90 Suzuki und 80 Volvo aus dem Nebenhaus). 2015 soll die Werkstätte umgebaut werden, auch das Reifenlager platze ausallen Nähten, erklärt Seipl.

Auch alle anderen Händler müssen mitziehen

Ähnliche Autohäuser sollen künftig in ganz Österreich entstehen. "Wir haben bereits mit allen 20 Land-Rover-und den 9 Jaguar-Händlern Planungsgespräche geführt", sagt Peter Modelhart: "In 3 Jahren wollen wir dieses Konzept flächendeckend umsetzen. Da die Händler wissen, dass auch in den kommenden Jahren attraktive neue Modelle bei beiden Marken geplant sind, verstehen sie, dass wir nun einen anderen Anspruch haben als bisher."