Die Palette reicht dabei von Hydraulik-Hybrid bis zum vernetzten Fahren. Als Beispiele sollen hier einige Beispiele genannt werden. Die elektrisch betätigte Kupplung (eClutch) schaltet in den Leerlauf, wenn der Fahrer kein Gas gibt. Der Verbrauch soll um gut 5 Prozent vermindert werden. Ein innovativer Bremskraftverstärker (iBooster), der die Anforderungen von elektrischen Antrieben und Fahrerassistenzsystemen erfüllt, arbeitet elektromechanisch und benötigt keinen Unterdruck vom Motor. Er ermöglicht eine hohe Rekuperation und vergrößert die elektrische Reichweite -Boost Recuperation System: Einstiegshybrid für die Mittelklasse, bildet mit seiner höheren Spannungslage auch den Grundstein für die neuen 48-V-Bordnetze. Die Kraftstoffersparnis beträgt bis zu 7 Prozent. Der neuartige Antrieb, Hydraulik-Hybrid, kann Verzögerungsenergie in einem Druckbehälter speichern und mit einem Hydraulikmotor wieder in Vortrieb umwandeln. Der Verbrauch sinkt im Schnitt um 30 Prozent.
Haben Verbrennungsmotoren Zukunft?
Ob Kunden in Zukunft ein Auto mit Verbrennungsmotor oder zusätzlich elektrifiziertem Antrieb fahren, hängt stark von der Bauart des Wagens ab. In der Subkompakt-Klasse werden die konventionellen
Otto-und Diesel-Antriebsstra nge so effizient, dass sie die CO2-Grenzwerte fu r 2020 auch ohne Elektrifizierung unterschreiten ko nnen. In der Kompakt-Klasse wird nur der Dieselmotor das CO2-Ziel ohne Elektrifizierung unterschreiten. Der Benziner kommt dem Ziel nur mit einer kostengu nstigen Hybridisierung nahe. Bei großen Fahrzeugen wird das CO2-Ziel auch mit allen Optimierungsmaßnahmen bei den Verbrennungsmotoren nicht erreicht. Hier sind leistungsstarke Hybridsysteme gefordert. In Summe gesehen, je gro ßer das Fahrzeug, desto mehr Elektrifizierung wird es beim zuku nftigen Antrieb geben. Dr. Markus Heyn, Vorsitzender des Bereichsvorstands Diesel Systems der Robert Bosch GmbH: "Bei Kleinwagen halte ich innermotorische Maßnahmen für ausreichend. Für Antriebe in der Mittelklasse arbeiten wir ebenfalls an einer ähnlichen Technik." In der Mittel-bis zur Oberklasse muss laut Heyn mehr aufgeboten werden,beispielsweise Plug-in-Hybrid-Systeme: "Neben der Elektrifizierung des Antriebsstrangs sehen wir -über alle Fahrzeugklassen hinweg -Einsatzmöglichkeiten für sparsame Erdgasantriebe." Auch Dr.-Ing. Bernd Bohr, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, sieht den Antrieb der Zukunft effizient und zunehmend elektrisch: "2020 erwarten wir weltweit 110 Millionen Neufahrzeuge, darunter bereits 12 Millionen mit elektrifiziertem Antrieb."
Wachstum im Fokus
Die Robert Bosch GmbH verzeichnete im Bereich Kraftfahrzeugtechnik 2012 einen Umsatz von etwa 31 Milliarden Euro. Bohr erwartet heuer im operativen Geschäft 3 bis 5 Prozent Wachstum: "Nach verhaltenem Start nimmt dieser Bereich im laufenden Jahr wieder Fahrt auf. Dazu tragen vor allem die Internationalität und Innovationskraft bei." Ein Großteil des internationalen Geschäfts fällt dabei auf China und Indien. Bohr: "In der weltweiten Automobilproduktion hat sich der Anteil in diesen Ländern mehr als verdreifacht, nämlich von 8 auf 28 Prozent. Der Bosch-Umsatz hat sich von 900 Millionen Euro auf 7,4 Milliarden Euro mehr als versiebenfacht."
Spezialgebiet mit Wachstums-Chancen
Bei der Euromaster-Franchise-Tagung wurde über die erfolgreiche Entwicklung des Netzwerkes, über Potenziale und Herausfo...