Alle Diskussionsteilnehmer rückten die aktuellen Megatrends und deren Auswirkungen auf die Kfz-Branche in den Fokus. „Die Energiewende setzt für uns auch einen wirtschaftlichen Hebel in Bewegung“, erklärte Daniel Kapeller, Country Sales Manager Austria beim Lackhersteller AkzoNobel. Den Faktor Technologie sprach Christian Baum, Geschäftsführer Deutschland und Zentraleuropa beim Fahrzeugscheiben-Spezialisten Saint-Gobain Sekurit Service, an. „Der Kunde will mehr Funktionen haben“, was zwangsläufig zur Zunahme von Technologien direkt in den Scheiben führt.
Steigende Reparaturkosten
Innovationen in der Mobilität bringen auch für die Versicherungsseite Herausforderungen mit sich: „Die Versicherungswirtschaft muss Risiken neu bewerten“, hielt Alexander Bayer, Kfz-Chef-Sachverständiger beim Versicherungsverband Österreich (VVO), fest. Neben der Nachhaltigkeit sei die Branche gegenwärtig mit spürbaren Reparaturkostensteigerungen, unter anderem durch massiv gestiegene Ersatzteilpreise, konfrontiert, so Bayer. Einen Blick in die -Zukunft der Lackiertechnik warf Roger Blum, Inhaber und Geschäftsführer von Blutech. Er präsentierte im Rahmen des Branchenevents einen Lackierroboter, der sich auch für das Kfz-Werkstätten-Segment eignet. Der Lackierroboter, von Blum lieber Cobot als Robot genannt, „wird auch künftig den Menschen nicht ersetzen“, allerdings Mitarbeitern, die nicht umfassend ausgebildet seien, unter die Arme greifen.
Die Kostensteigerungen sind da, allerdings könnte man mit dem Begriff CO2 nicht immer ein Umdenken in den Werkstätten auslösen: „Wir können CO2-Einsparungen auch wirtschaftlich begründen“, so Kapeller. Das Thema Fachkräfte war allen Beteiligten wichtig: Neue Technologien könnten hier „Lücken“ bei Wissen und Fertigkeiten kompensieren.
