Demnach reagiere ein beachtlicher Teil der Bevölkerung aktiv auf die Entwicklung. So gäben 39 % der Befragten an, ihr Auto insgesamt seltener zu nutzen als noch vor einiger Zeit. Damit verändere bereits rund 4 von 10 Personen ihr gewohntes Verhalten – ein Wert, der die wachsende Sensibilität für steigende Mobilitätskosten unterstreiche. Dabei zeigten sich auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern: 42 % der Männer reduzierten ihre Autonutzung, während dieser Anteil bei Frauen bei 37 % liege. Ergänzend dazu verzichteten 30 % bewusst auf unnötige Fahrten und bemühten sich, Wege effizienter zu bündeln und besser zu planen.

Alternative Fortbewegungsmittel gewinnen an Attraktivität

Für 16 % stelle der Umstieg auf andere Verkehrsmittel inzwischen eine ernstzunehmende Alternative dar. Ob öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad oder andere flexible Angebote – viele suchten nach Möglichkeiten, unabhängiger vom eigenen Fahrzeug zu werden und gleichzeitig Kosten zu reduzieren. Darüber hinaus hätten sich auch im Arbeits- und Sozialverhalten Veränderungen gezeigt: 5 % der Befragten arbeiteten häufiger im Homeoffice und verringerten dadurch ihre regelmäßigen Fahrten. 4 % setzten vermehrt auf Fahrgemeinschaften, um Ausgaben zu teilen und effizienter unterwegs zu sein.

Auto bleibt für 61 Prozent der Befragten weiterhin unverändert im Einsatz

Gleichzeitig bleibe für 61 % der Befragten das Auto weiterhin unverändert im Einsatz. Trotz der gestiegenen Spritpreise hielten sie an ihren bisherigen Routinen fest und nutzten ihren Wagen im Alltag genauso häufig wie zuvor. Neben den unmittelbaren Verhaltensanpassungen werfen die steigenden Kosten auch einen Blick auf mögliche langfristige Veränderungen. Allerdings zeigt sich hier ein noch uneinheitliches Bild: 48 % der Befragten gäben an, sich bislang keine Gedanken über die zukünftige Nutzung eines Autos gemacht zu haben. Weitere 37 % hätten zwar darüber nachgedacht, planten jedoch aktuell keine Veränderungen. „Die aktuellen Zahlen zeigen klar, dass steigende Spritpreise das Verhalten vieler Menschen beeinflussen – allerdings derzeit eher punktuell als grundlegend, wie die Umfrageergebnisse belegen“, sagt Nikolaus Menches, Country-Manager von AutoScout24 in Österreich.

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