Die gute Nachricht vorweg: ADAS sind ein zukunftsrelevantes Thema, unabhängig vom jeweiligen Fahrzeugantrieb. „Fahrerassistenzsysteme sind in allen Fahrzeugen verbaut, es ist wichtig, dass sich die Werkstatt zu diesem Thema positioniert“, betonte Kowald. Die Betriebe müssten in diesem für die Zukunft relevanten Geschäftsfeld auch nicht alles selbst machen, Partnerschaften könnten wichtiger werden.
Der Aumovio-Manager skizzierte kurz den Status quo und verwies auf eine Umfrage unter den Werkstatt-Modul-Partnern „ATE BremsenCenter“. Demnach würden aktuell erst 50 Prozent der Betriebe mit bzw. an Fahrerassistenzsystemen arbeiten.
In der Branche bekannt
ADAS sind an und für sich nichts Neues, wie der Sales Services Manager weiter ausführte. Denn sie stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit auto-matisiertem und autonomem Fahren. Die dort zur Anwendung kommenden Level 1 bis 5 sind am Markt bekannt, in Europa stünde die Branche gegenwärtig bei Level 3, in den USA – aufgrund regulatorischer Unterschiede – bereits bei Level 4. Autonom fahrende Robotaxis von Waymo oder Tesla sind hier bereits Realität. Dass FAS schon lange Thema sind, zeigt auch ein Blick in die jüngere Historie. So existiert Level 1 bereits seit 20 Jahren und Level 3 ist immerhin auch schon seit 9 Jahren bekannt. „Die Fahrzeuge sind massenhaft auf der Straße.“
Spezialisten für die (Re-)Kalibrierung
Vor diesem Hintergrund erscheint klar, dass diese Technologie auch gewartet und (re-)kalibriert werden muss. Hier kommt die (freie) Werkstatt ins Spiel, für die sich viele ADAS-relevante Dienstleistungsfelder auftun. Der Kfz-Betrieb wird hier nicht allein gelassen: „Wendet euch an euer Netzwerk“, appellierte Kowald. Dieses hält neben der technisch notwendigen Ausrüstung auch umfangreiche Trainingsangebote bereit.
ADAS sind und bleiben ein Geschäftsfeld für Spezialisten. Neben der fachgerechten Reparatur zählen die Empfehlung zur Dokumentation der Arbeiten, die Hinweispflicht gegenüber den Kunden und vor allem die Haftung bei unterlassener oder fehlerhafter Kalibrierung zu den relevanten Punkten. „Der Selbstschrauber und der Hinterhof können das nicht“, verwies Kowald auf die Positionierung der Werkstätten für die Zukunft.
