Beim Podiumsgespräch mit Michael Peschek-Tomasi (VRÖ/point-S), Thomas Marxrieser (Fa. Marxrieser) und Günther Riepl (Dunlop) zeigte sich, wohin die Reise am Reifenmarkt geht. „Während vor 20 Jahren der 16-Zöller noch Standard war, reden wir heute von immer größeren Dimensionen mit Reifen, die locker 35–40 Kilogramm haben. Damit will der Kunde nicht mehr im Kofferraum oder auf der Rückbank durch die Gegend fahren. Ein Depot wird also immer wichtiger“, so point-S-Geschäftsführer Peschek-Tomasi.
Neue Aufgaben für Monteure
Für Auto- und Reifenhändler Thomas Marxrieser hat der Beruf des Reifenmonteurs auch kaum noch etwas mit dem zu tun, wie er vor 20 Jahren war: „Sich nur rein auf den Reifen zu konzentrieren, davon haben wir uns schon verabschiedet. Man muss über den Tellerrand schauen, denn heute steht man vor anderen Herausforderungen im Umgang mit Reifen und entsprechend wichtig ist es auch, dass wir den Fachkräftemangel endlich in den Griff bekommen.“
Dabei helfen sollen u. a. auch erweiterte Tätigkeiten des Reifenspezialisten, der eben auch „einen Blick auf die Reifen, aber auch auf die Bremse, die Achse usw. machen kann“. Denn so ergeben sich auch Zusatzerträge, erklärt Peschek-Tomasi: „Ein geschulter Reifenmonteur weiß, dass die Spur eines Autos nachjustiert gehört. Entsprechend kann das dem Kunden gezeigt werden und sorgt für Zusatzerträge.“
Partnerschaft auf Augenhöhe
Für Reifenhersteller ist die Zeit allerdings auch nicht stehen geblieben, wie Günther Riepl, Geschäftsführer von Dunlop Österreich, das zu Falken Tyres gehört, skizziert: „Die Reifen werden größer und auch innovativer. Wir sind nicht mehr weit von Smart -Tyres entfernt, die noch mehr Daten an das Fahrzeug und entsprechend auch an den Fahrer liefern.“
Hier sei vor allem die Zusammenarbeit zwischen Hersteller und Händler gefragt, ist sich Riepl sicher, denn „so wie der Händler das Produkt braucht, brauchen wir auch einen Händler, der das Produkt ans Auto bringt und dem Kunden ein positives Gefühl gibt.“ Bei Falken pflegt man seit Jahren eine gute Partnerschaft zu den Händlern, denn Riepl ist sich sicher: „Wir werden nur gemeinsam erfolgreich sein, darum ist uns die Zusammenarbeit auch so wichtig.“
