Im Juni stieg der Anteil der BEV am Gebrauchtwagenmarkt auf 7,04 Prozent und lag damit nur knapp hinter dem der PHEV/HEV, die 7,21% erreichten. „MHEV bleibt aber weiterhin der bevorzugte alternative Antrieb mit einem Anteil von 10,22 Prozent an den Verkäufen“, wie Andreas Steinbach, bei Autorola zuständig für den Indicata Market Watch, berichtet. 

Weniger Nachfrage nach Diesel und Benziner

Im Juni ging der Anteil der Dieselfahrzeuge am B2C-Online-Gebrauchtwagenmarkt auf 42,71 Prozent zurück (‒0,87 Prozentpunkte). Wenn man die Nutzfahrzeuge ausklammert, lag er gar nur noch bei 40,12 Prozent. Bei Pkw die jünger als 4 Jahre sind, war der Rückgang sogar noch gravierender und erreichte nur noch 28,92 Prozent Anteil. Die Benziner gingen im Vergleich zum Vormonat auf 34,69 Prozent zurück. MHEV lagen mit 15,69 Prozent auf dem dritten Platz gefolgt von PHEV/HEV mit 10,55 Prozent und BEV mit 10,14 Prozent.

Bei den bis zu zwei Jahre alten Pkw zeigt sich beim Indicata Market Watch ein knappes Rennen zwischen MHEV und Diesel. Die MHEV lagen mit einem Verkaufsanteil von 18,46 Prozent knapp hinter den Dieselfahrzeugen mit 19,35 Prozent. BEV hingegen überholten PHEV/HEV mit einem Marktanteil von 12,1 Prozent gegenüber 11,63 Prozent bei den PHEV/HEV. Taktische Zulassungen der Hersteller haben den Markt im Juni etwas gestützt. Der Verkauf von sehr jungen Gebrauchten war im Juni 3,13 Prozent höher als im Juli und 10,8 Prozent höher als im Juni 2023.

 Standzeit für E-Autos hat sich klar verbessert

Obwohl die Lagerbestände laut Indicata Market Watch bei BEV mit 10,72 Prozent weiterhin höher sind als ihr Verkaufsanteil, hat sich die Standzeit deutlich verbessert und ist von 168 auf 147 Tage gesunken. Dieser Wert liegt aber weiterhin deutlich über jenem der MHEV (107 Tage) und der Dieselfahrzeuge (80 Tage). „Nachdem die Preise für PHEV/HEV über einen längeren Zeitraum schneller als der Marktdurchschnitt gefallen waren, haben sie sich in den letzten Monaten wieder erholt. Dies gilt jedoch nicht für BEV, deren Preise weiterhin stark fallen“, so Andreas Steinbach von Autorola.