Ende Februar, ein bitterkalter Tag in Göteborg: Vom Stadtzentrum pflügt sich die städtische Fähre durch die Eisschollen ins Hafengelände. Dort liegt das Designzentrum von Lynk & Co: Geely, mit seinen Töchtern Volvo und Polestar bereits stark in Österreich aktiv, entwickelt hier jene Fahrzeuge, die auf den europäischen Markt kommen, derzeit sind es drei. Dietmar Rath kommt aus einem Manager-Meeting zur kleinen Schar an Journalisten, die auf die Präsentation der Fahrzeuge wartet.

Seit rund 2 Jahrzehnten ist Rath in der österreichischen Autobranche aktiv, die meiste Zeit bei Opel, zuletzt bei Volvo: Nun ist es seine Aufgabe, den Neustart von Lynk & Co vorzubereiten. Ein Name, der aufmerksamen Beobachtern aus anderen Ländern bekannt sein mag, wo der Lynk & Co 01 schon seit 2021 das Straßenbild bevölkert. Waren all diese Fahrzeuge bisher nur im Abo-Modell aktiv, so hat sich der Hersteller nun der guten, alten Autohändler besonnen. Rund 170 sind es derzeit in Europa.

Neben der Schweiz, Tschechien und rund einem Dutzend anderer Märkte ist Lynk & Co nun auch in Österreich aktiv, etwa mit einem Stand auf der -„Vienna Drive“. Und Rath führt aktuell letzte Gespräche mit Händlern aus dem Volvo-Netz. Ziel ist es, mit 5 Partnern Anfang April zu starten.
Die Händler sollen das Bundesgebiet gut abdecken. Dass man im Volvo-Netz aktiv ist, gilt als logische Voraussetzung, denn die Fahrzeuge beider Marken sind (wie auch mit Polestar) technisch eng verwandt. Und dennoch sieht Rath die neue Marke „nicht im Wettbewerb von Volvo“. Dies habe man auch bei der Preisfindung der Modelle so bedacht, meint Rath, der Cupra, Kia oder BYD als Hauptkonkurrenten sieht.

„Unsere CI-Standards sind minimal im Vergleich zu anderen Herstellern“, so Rath. Wichtig sei ein rund 200 Quadratmeter großer Schauraum, ein eigener Verkäufer, eine Signalisierung außen und innen. „Man muss aber maximal 120.000 bis 150.000 Euro investieren.“ Der Bereich Aftersales sei durch Volvo ohnehin bekannt, daher gebe es nur minimale Schulungs-Anforderungen (online).