Jedes dritte im Jahr 2025 in China neu zugelassene Auto (33,2%) war ein rein batterielektrisch angetriebenes, schreibt das CAM in seiner neuesten Studie. Das sind knapp 7,9 Millionen Pkw, ein Plus von fast 25 Prozent gegenüber 2024. Man beachte: Die Rede ist von reinen BEV, nicht NEV (New Energy Vehicles), zu denen auch Plug-in-Hybride zählen. 

Der NEV-Anteil an den Neuzulassungen in China betrug 2025 bereits 53,3 Prozent, das sind über 12,8 Millionen Pkw.

Europa stark differenziert
Der europäische Stromer-Anteil wuchs 2025 zwar noch etwas mehr (+28% nach Prognose des CAM); die 2,5 Millionen Elektro-Pkw, die zusammen in EU, EFTA und UK neu zugelassen wurden, ergeben jedoch nur einen Anteil von 19 Prozent.

Dabei entwickeln sich schon die drei größten Märkte unterschiedlich: In Deutschland beträgt das Plus bei den BEV-Neuzulassungen 43,2 %, in Großbritannien 23,9 % und in Frankreich gerade einmal 12,5 %. 

Die USA verzeichneten einen Rückgang der BEV-Neuzulassungen um 2 Prozent auf 1,28 Millionen Fahrzeuge, womit der Marktanteil auf unter 8 Prozent sinkt. Dies führt Studienautor Prof. Dr. Stefan Bratzel nicht zuletzt auf den Wegfall von Förderungen zurück.

"Die Marktentwicklung 2025 zeigt sehr deutlich, dass sich der Hochlauf der Elektromobilität international in eine neue Phase differenziert. China hat sich als dominierender Leitmarkt etabliert und setzt den globalen Takt bei Volumen, Skalierung und Geschwindigkeit. Europa – und hier insbesondere Deutschland – tritt in den nächsten Jahren ebenfalls in eine Phase beschleunigten strukturellen Wachstums ein", prognostiziert Bratzel.

China-Markt: Deutsche Hersteller verlieren weiter an Boden
Marktführer am chinesischen Pkw-Markt ist BYD mit 3,5 Millionen Fahrzeugen, Geely verdrängte mit 2,6 Millionen Autos VW knapp von Platz zwei. Auch BMW (-12,5%) und Mercedes (-19,3%) verlieren weiter an Boden, wie das CAM anführt.

Bratzel: "Die deutschen Hersteller sind zwar technologisch auf Augenhöhe mit den führenden chinesischen OEM, aber entscheidend für Markterfolg in China wird sein, ob es gelingt, die Kosten auf das Niveau chinesischer Hersteller zu senken."

Und er warnt: "Ohne schnellere Produktzyklen und eine stärkere Lokalisierung von Software und Technologie droht den deutschen Herstellern ein weiterer Bedeutungsverlust im wichtigsten Automarkt der Welt.“