Damit konnte das Event in der nordbayerischen Stadt einmal mehr seinen Status als (deutscher) Branchen-Treffpunkt festigen. Veranstaltet wurden die WKST von der Vogel Communications Group in Kooperation mit dem Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF).

Neben einer Vielzahl an Ausstellern gab es auch ein informatives Vortragsprogramm, in dem viele Branchenteilnehmer zu Wort kamen. „Das Schadensrouting wird ausgebaut und sorgt für eine drastische Reduktion der Verrechnungssätze“, beklagte ZKF-CEO Thomas Aukamm zu Beginn der Veranstaltung. Auch das Thema Gebrauchtteile sprach Aukamm an. Diese würden verstärkt in den Alltag der Karosserie- und Lackierbetriebe einziehen, ohne dass im Vorfeld konkrete Rahmenbedingungen definiert worden wären. Wenig Verständnis äußerte er zu Stundensätzen in manchen (deutschen) Markenbetrieben, die teilweise über 600 Euro angestiegen seien. „Ein No-Go“, wie es Aukamm ausdrückte.

Omnipräsent auf dem Podium am ersten Veranstaltungstag war das Thema Gigacasting, also die Verwendung von Großgussteilen für Fahrzeugstruk-turteile. „Mega- bzw. Gigacasting ersetzt teilweise bis zu 70 einzelne Blechteile in nur einem einzigen Gussteil“, erklärte Sebastian Lüttig vom B2B-Marktforschungsunternehmen Schlegel und Partner. Die Kostenersparnis durch Gigacasting in der Fahrzeugherstellung bezifferte er mit 15 bis 30 Prozent, beim US-Autobauer Tesla spreche man sogar von bis zu 40 Prozent. Großgussteile stellen auch die Reparaturbetriebe vor neue Herausforderungen. So würden kalte Fügetechniken immer relevanter. Zudem müssten Bauteile vor der Reparatur komplett freigelegt werden, erklärte Helge Kiebach vom KTI – Kraftfahrzeugtechnisches Institut.