Wie aus der Analyse des Indicata Market Watch für die europäischen Online-B2C-Verkäufe hervorgeht, ist der Online-Gebrauchtwagenmarkt im Jänner in Österreich stabil. Allerdings verlieren Diesel- und Benzinfahrzeuge weiter Marktanteile an Hybride. Ein genauerer Blick zeigt jedoch, dass die BEV-Verkäufe begonnen haben, sich umzukehren“, wie Andreas Steinbach, bei Autorola Österreich für Indicata zuständig, erklärt.
Hybride gewinnen dazu
Wenn man den Nutzfahrzeugsektor ausklammert, machen BEVs im Jänner 5,97% des B2C-Online-Gebrauchtwagenmarktes aus, was einem Rückgang von 17% innerhalb von drei Monaten entspricht. „Bei den bis zu vier Jahre alten Fahrzeugen kämpfen Benziner mit 33,66 % und Diesel mit 33,41 % weiterhin um den Löwenanteil der Verkäufe, aber beide sind im Abwärtstrend. MHEV gewinnen den größten Teil des verlorenen Anteils der traditionellen Antriebsarten und machen 14,17 % der Verkäufe aus, während PHEV/HEV 10,51 % erreichen“, so Steinbach. Bei den BEVs fiel der Anteil hingegen auf 8,25%, den niedrigsten Marktanteil seit August 2023.
Neuer Schwung im Automarkt
In der Regel bringt der Jahresbeginn neuen Schwung in den Automarkt, der Jänner macht auch hier keine Ausnahme. Bei allen Fahrzeugarten gibt es eine klare Verbesserung der Standzeit, wie der Indicata Market Watch für die europäischen Online B2C-Verkäufe für Jänner zeigt. „Aber es ist erwähnenswert, dass die Veränderung beim MDS von BEV viel geringerwar als bei den anderen vier. Der Hauptgrund dafür ist der Überbestand. Dies wird deutlich, wenn man die Verkaufsrate mit den Lagerbeständen vergleicht. BEVs haben den geringsten Anteil an den Verkäufen, aber es gibt fast so viele BEV-Bestände wie MHEVs, was sich auf die Preisgestaltung auswirkt“, erklärt Steinbach.
Wie die Analyse zeigt, gab es Anzeichen für ein geringes Maß an herstellergestützten taktischen Zulassungen, da der Verkauf von sehr jungen Gebrauchtwagen unter einem Jahr im Vergleich zum Vormonat um 3,12 % und im Vergleich zum Vorjahr um 2,52 % zunahm.
