Die Rede ist z. B. von Multimilliardär und Amag-Eigentümer Martin Haefner, der mit 70 weiteren schwerreichen Geldgebern dem finanziell siechenden Schweizer Satiremagazin „Nebelspalter“ – gegründet 1875 – wieder auf die Beine helfen will. Ebenso dabei ist der Autohändler Walter Frey (Emil-Frey-Gruppe).

Wenn die Zeiten unberechenbar sind, schwierig sind sie immer, gibt es Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen. Die Crème de la Crème der heimischen Automobilwirtschaft könnte sich mithilfe Deutschlands, in Frankfurt gibt es ja bekanntlich „Titanic“, ein Sprachrohr zur Politik schaffen. Ist Satire doch ein Stilmittel, das echte oder als solche wahrgenommenen gesellschaftliche Missstände anprangert.

Eine „Stille Post“ des AVAG-Doyens Albert Still brächte internationale Farbe in die heimische Autodiplomatie. „(F)orsches“ aus Salzburg oder aus dem Denzel-Imperium „Erdberger Mächte“ wäre ebenso reger Zulauf gewiss wie einem steirischen „Vogl“. Das und noch mehr herausgegeben und verlegt unter dem Sammelbegriff „Autoland Österreich“ in der Industriellenvereinigung. Dem Arbeitskreis der Automobilimporteure ist sein wirtschaftliches Weiterkommen sicher.

Politisch würde in der Satire manchem Ministermenschen die Maske vom Gesicht gerissen, Corona samt Auto an Schrecken verlieren. Liebe Vermögende(n) im Autoland Österreich: Man muss das Große ins Zentrum rücken. Der Gedanke zählt und aus einer Faschingslaune heraus wurden schon die tollsten Ideen realisiert. Tun wir es den Schweizern gleich, die sind uns diesbezüglich einen Schritt voraus!

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