Der Kundendienst bildet das Rückgrat im Autohaus. Bricht hier der Umsatz weg, lässt sich mancher Betrieb nicht mehr rentabel führen. Bedingt durch den 3. Lockdown haben auch zahlreiche Kunden (abermals) sehr zurückhaltend reagiert, sind weniger gefahren, haben nur das Allernotwendigste reparieren oder servicieren lassen. Viele Unternehmen sahen sich gezwungen, zumindest einen Teil ihrer Mitarbeiter erneut in Kurzarbeit zu schicken.
Üblicherweise startet das Werkstattgeschäft zu Jahresbeginn eher schwach, die Pandemie hat dieses jährliche wiederkehrende Phänomen heuer noch verstärkt. Doch trübe Zeiten bieten auch Chancen: Gerade jetzt ist es möglich, besonderes Augenmerk auf treue Stammkunden zu richten und Kundenbindung mit persönlicher Betreuung und attraktiven Angeboten zu stärken – die Grundlage für ein solides Geschäft für die kommenden Monate, im besten Fall auch für Jahre. Nicht zuletzt, weil schwächere Neuwagenverkäufe in der Regel das Reparaturgeschäft verstärken.
Nun ist der Lockdown (vorerst) beendet und das ist Anlass für ein wenig Zuversicht: Zwar kommen die Corona-Impfungen derzeit noch schleppend voran, dennoch sollten – so bleibt zu hoffen – spätestens die für das 2. Quartal erwarteten weiteren Impfdosen auch die von vielen Österreicherinnen und Österreichern herbeigesehnte leichte Entspannung der im Augenblick noch tristen Lage führen.
Der Frühling naht in Riesenschritten: Damit sollte auch in Österreichs Werkstätten und Autohäusern das Geschäft spätestens im März wieder etwas anziehen. Gerade das Werkstattgeschäft hat sich auch im Coronajahr 2020 nach dem 1. Lockdown im Frühjahr deutlich besser entwickelt als erwartet und als „Fels in der Brandung“ erwiesen.
Warum sollte das nicht auch 2021 gelingen?
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