Mit dem für 29. Jänner 2021 anberaumten „Beschluss zur freiwilligen Abwicklung aller Bankgeschäfte“ wird das operative Ende der Autobank AG eingeleitet. Vorstand und Bankkonzessionsträger Dipl.-oec. Gerhard Dangel betont, dass das Institut beim geplanten geordneten Abbau der Bankgeschäfte sämtliche Spareinlagen bis 100.000 Euro rechtlich abgesichert sieht. „Die Liquiditätsdeckungsquote liegt bei über 500 Prozent. Ein Sicherungsfall, in dem die Einlagensicherung Austria (ESA) tätig werden müsste, liegt somit derzeit nicht vor.“
Die Gründe für die Kapitalsituation sind tiefgreifend. Dabei sei ein großer Teil der Abschreibungen auf „Malversationen in der aL Portfolio“ zurückzuführen gewesen, die Dangel im Zuge der Übernahme der Geschäftsführung der Autobank Beteiligung aL Portfolio GmbH (ehemals adesion Leasing GmbH) im Februar 2020 in Oberhaching bei München aufgedeckt habe.
Covid-19 und seine Folgen, aber vor allem die wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund hoher Abschreibungen, vor allem bei den Beteiligungen, haben demnach die Kapitalquoten schwer unter Druck gebracht. Neuinvestitionen, also Neugeschäft sei dadurch verunmöglicht worden, resümiert Dangel. Der Abbauplan der aktuell 42 Angestellten habenden Autobank mit den noch laufenden Leasing- und Kreditverträgen wird sich wohl bis Mitte 2023 hinziehen.
