Zunächst funktioniere die Zusammenarbeit mit den Importeuren auf Augenhöhe seit Jahren nicht mehr, schrieb sich Mitsubishi- und Hyundai-Händler Udo Petschnig aus Villach an die Fachpresse seinen Frust von der Seele. Die Kosten des Neuwagenhandels müssten über den Werkstattertrag gestützt werden, das finanzielle Überleben sei nur durch eine gut gehende Werkstatt sicherzustellen.

Mit unnötig vorgeschriebenen Abnahmeverpflichtungen von Spezialwerkzeugen in Höhe von 5.000 bis 10.000 Euro werde jetzt der Start ins Jahr 2021 angekündigt, das preislich weit überhöhte Spezialwerkzeug zu 95 Prozent jedoch nicht benötigt. Vielmehr seien Hyundai Import/Hyundai Europa Partner wie Petschnig ein Dorn im Auge und würden auf diese Weise gezwungen den Vertrag zu lösen oder wegen Nichteinhaltung der Abnahmevereinbarung gekündigt.

Dem kontert Hyundai-Import-Geschäftsführer Roland Punzengruber unter Verweis darauf, dass 75 Prozent seiner Palette 2020 erneuert worden sei und Hyundai überhaupt die breiteste Antriebspalette mit Benzin, Diesel, 48V, Hybrid, Plug-In Hybrid, BEV, FCEVim Angebot habe: „Wir haben das letzte Mal 2010 eine Spezialwerkzeug-Massensendung gemacht, um 1.556 Euro. Dazwischen 2016 die Fakturierung des Batterietesters und des Hochvolttesters – sonst nichts!“

Petschnig hingegen zählt auf, was Hyundai in den letzten Jahren ihm an Kosten wie Kurse, Einrichtungsgegenstände, CI-Außengestaltung, Tester und Spezialwerkzeuge – auch für Fahrzeuge die es in Europa nicht gibt!, Gebühren der Onlineverbindungen und Tester, Internetauftritt usw. vorgeschrieben habe. Das sei von keinen KMU mehr zu finanzieren und ein Investitionszwang-Ende auch nicht in Sicht. Die schriftliche Zusage, dass jeder Händler in Zeiten von Corona auf die Unterstützung des Importeurs rechnen könne, sei nur Schall und Rauch.

„Wenn wir unsere Kunden über autorisierte Fachwerkstätten künftig weiterhin kompetenter als freie Werkstätten – v. a. bei den elektrifizierten Antrieben – bedienen wollen, müssen wir uns weiterentwickeln und entsprechend auch Investitionen tätigen“, stellt Punzengruber Petschnigs Standpunkt gegenüber. „Diesen Anspruch bringt die autorisierte Werkstätte gegenüber den Endkunden auch insofern zum Ausdruck, dass die anfallenden Kosten (Werkzeug, Schulung etc.) in der Regel durch entsprechend höhere Kundenstundensätze abgedeckt werden.“

Petschnigs Wunsch, seine Beschwerden beim Importeur zu hinterfragen und dessen Statements zu veröffentlichen sowie kritisch gegenüber Schönredereien einiger Importeure zu sein, sind wir nachgekommen bzw. ist uns ständig Auftrag.