Mehrere österreichische und teilweise bereits vor mehreren Jahren durchgeführte Studien renommierter Unis wie der TU Wien oder TU Graz scheinen die Grünen – bewusst oder unbewusst – zu ignorieren: Demnach verursachen Feuerwerke zu Silvester an einem Tag so viel Feinstaub – vor allem in der besonderes problematischen Klasse PM10, also winzige Partikel, die tief bis in die Lunge eindringen können – wie der Pkw-Verkehr im ganzen Jahr. Die Untersuchungen haben auch ergeben, dass die jährlichen Feinstaubemissionen aller Nutzfahrzeuge in Österreich bereits geringer sind als die PM10-Emissionen von Feuerwerken.
Es wäre also aus umweltpolitischer Sicht höchst an der Zeit – wie bei unseren deutschen Nachbarn heuer bereits umgesetzt – ein Feuerwerksverbot zu verhängen. Wie neulich in der ORF-Sendung „konkret“ berichtet, würden das nicht weniger als 77% der Österreicherinnen und Österreicher befürworten.
Damit bliebe der Umwelt, den Menschen, den Krankenhäusern und Tieren viel Ärger und Leid erspart und die gewaltige Emissionsvermeidung würde sich auf die Umwelt-Gesamtbilanz positiv auswirken.
Hier müsste eigentlich die Stunde der Grünen schlagen, doch sie verhalten sich auffällig leise.
Dafür werden um so eifriger – stets in ein grünes Mäntelchen gehüllt – Steuererhöhungen ersonnen, die nicht nur den Individualverkehr, sondern auch die Wirtschaft hart treffen werden. Worum geht es hier also? Um „echte“ Umweltpolitik oder das Lukrieren zusätzlicher Mittel? Die Antwort darauf kann sich wohl jeder selbst geben.
Der A&W-Verlag bildet eine breites Meinungsspektrum ab. Kommentare müssen nicht der Meinung des Verlages entsprechen.
