Den Halbösterreicher Herbert Diess bei Volkwagen plagen keine Zweifel an seiner inzwischen diktatorisch anmutenden E-Autostrategie. Nach dem Dieselunfug seiner Vorgänger lässt er sich, Ablasszahlungen gleich – im treuen Glauben an den Klimaschutz – von der Politik bis zu 9.000 Euro Verkaufsförderprämie pro Auto sponsern. In Österreich etwas weniger, wir haben ja auch keine Autoproduktion.

Allein beim VW-Konzern sprudeln nur so die Milliarden, über 70.000.000.000 Euro werden hinausposaunt. Ähnlich hohe bereits geleistete Wiedergutmachungsleistungen fallen kaum ins Gewicht. Und Österreich will mitleiden und spendiert statt Abwrack- lieber E-Kaufprämien. Den Anreiz will man bis 2025 prolongieren, ansonsten das Kaufinteresse an den Stromern rasch wieder schwinden könnte.

Das alles passiert während einer beispiellosen Talfahrt der europäischen Autoindustrie mit bislang heuer 2,9 Millionen weniger produzierten konventionellen Fahrzeugen. Ziel und Kurs der Automacher mit den Nutzerinteressen driften immer weiter auseinander.

Um den Verkehr CO2-(straf)frei zu machen, nimmt Diess die Verbrenner aus der künftigen Fahrzeugentwicklung und hat sich deshalb für eine eigenständige E-Plattform entschieden. BMW, Daimler & Co. lassen sich wenigstens noch eine Hintertür offen.

Was Corona ansonsten noch an Steuergeldern übrig lässt, greifen sich die globalen Konzerne. Wir dürfen uns online bei Amazon versorgen, wodurch der US-amerikanische Unternehmer Jeffrey „Jeff“ Preston Bezos noch reicher wird. Er könnte sich Österreichs Wirtschaftsleistung kaufen.

Die Weihnachtseinkäufe kommen per Paketdienst, der Inhalt großteils „Made aus irgendwo“ – nur nicht von uns. Das Geld fließt in die falsche Richtung.

Tesla rodet im deutschen Brandenburg die Wälder und lässt sich mit EU-Steuern eine feine E-Auto-Produktionsstätte hinbauen. Mit seinem Reichtum schießt Elon Musk US-Raumfahrer in den Orbit, um auch dort abzucashen. Währenddessen lassen sich die immer nur Freitag protestieren wollenden Kinder von den Mächtigen dieser Welt unseren Planeten klauen.

In einigen Ländern könnte man zukünftig ausschließlich Elektromobile verkaufen. Zulassungsbeschränkungen für Verbrenner oder gar Verbote dieses Antriebs würden laut Diess die Frage von allein beantworten, was Kunden künftig noch für Autos kaufen können. Beim BMW-Motorenwerk in Steyr müssten demnach die Alarmglocken läuten.

Die Pandemie macht gigantische Zuzahlungen aus dem Staatshaushalt notwendig, damit die Wirtschaft nicht vorzeitig kollabiert. Kompensationsleistungen zwischen 20 und 60 Prozent im November machen Autohändler faul. Mit Nichtstun zum besten Novemberumsatz ever – für einfach Denkende ist das ein Schnäppchen-Paradies. Inmitten der zweiten Corona-Welle treibt dieses Tun – mit Österreichern voran im VW-Konzern – einem die Schamesröte ins Gesicht. Oder, je nach Gesinnung, die Zornesröte, weil alle Autohalter mit ihren Verbrennermotoren dort nicht hinwollen.