„Das Lackieren kommt in vielen Betrieben zu kurz“, sind sich Schmarl und der Leiter des RTC, Harald Dögl, einig – je mehr Effizienz gefordert ist, um wirtschaftlich überleben zu können, desto weniger Zeit bleibt, auf den Lehrling individuell einzugehen. Auch in den Berufsschulen ist aufgrund schnell fortschreitender Technologie, voller Lehrpläne und steigender Komplexität die Zeit knapp.

Akademie-Systeme angedacht und ausprobiert
Das Modell der „Axalta Lehrlings-Akademie“ will genau da einspringen und Lehrlingen an 3 Tagen pro Lehrjahr Theorie und Praxis vermitteln – womit die duale zur „trialen“ Lehrausbildung wird. „Mitgebracht“ hat sich der Kurs die für Tirol zuständigen Axalta-Kundenbetreuer Wolfgang Gruber (Anwendungstechniker) und Wolfgang Kiefler (Fachberater), die sich um die Fortbildung kümmern.  

Und die Kosten? Der Bund schütte eine Förderung von 2.000 € pro Lehrling aus, die man für solche Weiterbildungen verwenden könne. „Allerdings müssen wir da den Lehrherren helfen und die Antragstellung vereinfachen – schon dafür ist oft wenig Zeit da, die Bürokratie ist kompliziert.“

Der bekannt innovationsfreudige Schmarl denkt laut über Akademie-Systeme wie im Spitzensport nach, mit Ablösesummen und Ausbildungsentschädigungen. Auch der Bau-Sektor zeige mit den Bau-Akademien vor, wie man motivierte und talentierte Lehrlinge vertiefend fördern könne.

Denn, so Schmarl: „Wer motiviert ist, muss gefördert werden.“