Immer mehr Benziner statt Diesel, höhere Nachfrage nach leistungsstärkeren Autos: Die Situation, die jeder Autohändler aus eigener Erfahrung kennt, wirkt sich natürlich auch beim CO2-Ausstoß der gesamten Flotte aus. Dieser ist im vergangenen Jahr europaweit angestiegen, nachdem er zuvor vier Jahre lang gesunken war.

Nur Norwegen und die Niederlande stehen gut da
Die Details dazu hat Ende Jänner das Innovations- und Transformationsberatung-Unternehmen PA Consulting errechnet. In der Studie prognostiziert man, dass die 13 führenden europäischen Autohersteller ihre Ziele für 2021 voraussichtlich verfehlen werden und mit Strafzahlungen von bis zu 14,5 Milliarden Euro rechnen müssen. Als Ausweg schlägt Michael Schweikl, Automobil-Experte bei Consulting, mehrere Maßnahmen vor. Wichtig wären zum Beispiel Preisnachlässe für Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge, um deren Absatz zu steigern und umweltschädlichere Fahrzeuge vom Markt zu nehmen.
Außerdem sollten die Unternehmen Services zur Steigerung der emissionsarmen Fahrzeugnutzung entwickeln oder gar Fusionen mit anderen Autoherstellern erwägen, wie das aktuelle Beispiel von FCA und PSA zeigt. Wichtig sei auch die Entwicklung offener Plattformen wie beispielsweise der MEB-Plattform von Volkswagen, die auch anderen Unternehmen (etwa Ford) zur Verfügung steht.
In der CO2-Prognose für 2021 bleibt Toyota der beste Hersteller im Ranking, PSA hat Renault-Nissan-Mitsubishi überholt und ist jetzt Zweiter. Volvo, Volkswagen, Daimler und BMW sind weiter von ihrem Ziel entfernt als im Vorjahr.
Mit Ausnahme von Norwegen und den Niederlanden, wo der Absatz von Elektro- und Hybridautos besonders stark gefördert wird, haben übrigens im Vorjahr alle von PA Consulting untersuchten europäischen Länder im Vorjahr einen höheren CO2-Ausstoß verzeichnet als 2018.

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