Das neue Jahrzehnt hat scheinbar genauso begonnen wie das erste geendet hat. Doch die Wahl zwischen Strafzahlungen und der Möglichkeit, mehr Autos mit geringen CO2-Werten in den Markt zu zwingen, fällt leicht.
Daher beflügeln viele Tausender wieder die Absatzzahlen, besonders bei Elektromodellen, die auf den Markt müssen, weil die Kauflust begrenzt, aber die Auswahl an Autos insgesamt (zusätzlich noch an bereits einmal zugelassenen) auf den Höfen schon sehr gut ist.
Dazu kommt neuer Druck: „Lieber mit Marketinggeldern die Preise attraktivieren, um mehr Kunden zum Umstieg zu motivieren als auf den Elektroautos sitzen zu bleiben und am Jahresende Strafzahlungen zu leisten“, scheint das neue Motto zu sein.
Das bringt aber das Preisgefüge bei den Elektroautos nachhaltig durcheinander, wobei sich mancher schon auf den Verkauf ohne Rabatte zu freuen schien. Die gibt es jetzt schon im Vorhinein, weshalb sie halt nicht im Nachhinein noch einmal gegeben werden dürften.
Fraglos bringen die zum Teil deutlich massiveren Preissenkungen als bei den Autos mit Verbrennungsmotoren auch deren Markt durcheinander, lassen Kalkulationen zu Makulatur, Importverträge zu Mühlsteinen und mit den Werken vereinbarte Preise zu Hypotheken werden.
Die Frage ist, wieweit die Ladestellen-Infrastruktur heute bereits für die Zahl der Elektroautos „passt“, um nicht reihenweise Frustrierte zu hinterlassen, die „nie mehr wieder“ zum Stromer greifen.
Wirtschaftlich haben die neuen Voraussetzungen nichts gebessert. Der Gigantenkampf geht mit Elektro nun in die nächste Runde. •