Mehr als 300 Besucher waren der Einladung der Landesinnung Fahrzeugtechnik und des Landesgremiums des Fahrzeughandels gefolgt. Ing. Josef Herk, Präsident der WKO-Steiermark und Geschäftsführer eines Karosseriebetriebs in Knittelfeld, eröffnete den steirischen Kfz-Tag mit mahnenden Worten: „Wenn ich mir die politische Situation so ansehe, scheint es, dass alles, was mit Mobilität zu tun hat, negativ behaftet ist. Wir sind also alle gefordert und wir werden alles unternehmen, dagegen anzukämpfen. Wir brauchen eine starke Mobilität und sind die Garanten dafür, dass auch die Fahrzeuge dementsprechend sauber, umweltfreundlich und auch technisch in Ordnung durch die Lande fahren.“
Komm.-Rat Josef Harb, Bundesinnungsmeister und steirischer Landesinnungsmeister, unterstrich die wirtschaftliche Bedeutung der Kfz-Techniker in der Steiermark: „Wir haben jetzt 1.334 Betriebe, davon sind 227 Lack- und Karosseriebetriebe in der Steiermark mit 6.000 Mitarbeitern. Sie bilden derzeit rund 1.000 Lehrlinge aus.“
Dass der Fahrzeughandel in der Steiermark nicht den Vergleich mit anderen Bundesländern scheuen muss, belegte BGO Komm.-Rat Ing. Klaus Edelsbrunner in seiner Funktion als Landesgremialobmann mit Zahlen: Bis Ende Oktober steht man bei den Neuwagen bei 37.026 Neuzulassungen und bei den Gebrauchten sind es 112.452 Stück. Die lt. Versicherungsrichtlinie erforderlichen positiven Prüfungsergebnisse – das Bundesgremium bietet Online-Möglichkeiten an – empfiehlt er in den Personalakten abzulegen, um für allfällige Überprüfungen gerüstet zu sein.
Ing. Dipl.-Ing. (FH) Jörg Ofner, der seit Mai 2019 neuer Leiter der Kfz-Überprüfungsstelle des Landes Steiermark betonte, dass es „nur gemeinsam geht“, die Zusammenarbeit mit den Betrieben gesucht wird und so zur Prävention laufend Wissen an Unternehmen und geeignete Personen weitergegeben werden soll.
Im Rahmen des Kfz-Tages wurden auch zahlreiche Unternehmen für ihre langjährige Tätigkeit (35, 40, 55 und 60 Jahre) – allen voran das Grazer Autohaus Vogl+Co für sein 100jähriges Bestehen – ausgezeichnet.
„Digitales Marketing ist mehr als das reine Bespielen von Online-Kanälen“, erklärt Wolfgang Gschaider, BA und Mag. (FH) Michael Luipersbeck von Autohaus Digital für Aufhorchen im Saal: Kampagnen müssten zielgerichtet auf die Kundenanforderung aufgebaut werden. Kernpunkt ist eine gut gepflegte Kundendatenbank, für deren Aufbereitung mit rund einem halben Jahr Arbeit zu rechnen ist.
„Sie müssen dort sein, wo der Kunde ist“, brachte es anschließend Michael Reiter, GF der eigenen New Media–Agentur auf den Punkt: 95% der Kaufentscheidungen werden durch Social Media beeinflusst und 88% vertrauen auf Kundenbewertungen. Er meint sogar, dass im Jahr 2020 das Kundenerlebnis entscheidender sein wird als Preis und Qualität.
Weitere Details enthält die AUTO-Information Nr. 2498, die am 28. November 2019 erscheint! •
