Das Ergebnis der mittlerweile 4. Zufriedenheits-Umfrage unter Österreichs Markenhändlern hat uns nicht wirklich überrascht: Denn die Sieger in den einzelnen Kategorien haben nicht nur eine gute Performance im Neuwagengeschäft hingelegt, sondern sie haben vor allem eines: einen Importeur, der (zumindest in groben Zügen) weiß, was die Händler brauchen.
Gerade in Zeiten der Veränderung sind Manager, mit denen man auch einmal offen reden kann (ohne Konsequenzen fürchten zu müssen), besonders wichtig. Kein Wunder, dass die top-platzierten Marken nicht nur in den Basiskriterien (Verkaufsförderungsaktionen, Liefertreue, Werbekostenzuschuss …) gut abschnitten, sondern auch bei den Trendkriterien (Zukunftsfähigkeit der Herstellermarke, Innovationen bei alternativen Antrieben …) positive Ergebnisse erzielten.
Persönliche Kontakte sind das Um und Auf
Das Um und Auf sind aber die Beziehungskriterien: Wenn es um den persönlichen Kontakt zu den Verantwortlichen des Importeurs oder die Angemessenheit der Neuwagenstandards geht, kann eine Marke viele Punkte holen – oder einbüßen. Gerade hier wünschen sich viele Markenhändler mehr „G’spür“ ihrer Importeure, um es landläufig auszudrücken. Wenn Hersteller dem Händler vorschreiben, welchen Klobesen er ins Kunden-WC stellen muss, dann ist die Grenze des Erträglichen tatsächlich überschritten. Und wenn Sie meinen, dass dieser Klobesen von mir erfunden wurde, irren Sie sich: So etwas würde mir nie und nimmer einfallen. Es gibt tatsächlich einen Hersteller, der Derartiges von seinen Händlern erwartet. Dass dieses Unternehmen (schon seit Jahren) im unteren Bereich der Zufriedenheits-Skala zu finden ist, ist wohl kein Zufall.
Oder, wie es Stefan Hutschinski, Obmann des Verband Österreichischer Kraftfahrzeugbetriebe (VÖK), ausdrückte: „Hochmut kommt vor dem Fall!“ •
