„Wirklich wichtig hingegen wäre, endlich wegzukommen von dieser emotional geführten Debatte und wieder vermehrt zu einer sachlichen Diskussionsbasis zu gelangen. Dabei müsste mehr differenziert und dahingehend sensibilisiert werden, was Rohstoffe, Recycling und Standortüberlegungen betrifft.“
Technologieoffene Forschung und Politik seien daher wesentlich, um die Mobilität und auch den Standort fit für die Zukunft zu machen. „Im Gegenzug dazu sind überbordende und realitätsfremde Forderungen bzw. Gold Plating zu vermeiden“, so Kerle.
Bereits heute stellten EU-„Car Labelling Directive“ und das Pkw-Verbraucherinformationsgesetz (Pkw-VIG) sicher, dass den Kunden transparente, sachdienliche und einheitliche Informationen über den Verbrauch sowie die CO2-Emissionen eines Pkw zur Verfügung stehen.
„Wir begrüßen grundsätzlich den Ansatz, bei der Debatte rund um die Effizienz von Antriebssystemen auch die Gesamtökobilanz bei der Bewertung heranzuziehen. Denn auch Gesamtökobilanzangaben könnten, wenn überhaupt, nur einen statistischen Mittelwert unter bestimmten Parametern darstellen“, unterstreicht Kerle, dabei spielten unzählige Faktoren eine wesentliche Rolle. So würde sich beispielsweise die Fahrzeugherstellung derzeit klar in Richtung einer bilanziell CO2-neutralen Produktion entwickeln, hier seien auch laufende Verbesserungen zu erwarten. In der Nutzungsphase hänge die Bilanz ganz stark vom Fahrverhalten des einzelnen Fahrers ab. Zudem spiele die Art und Weise der Kraftstoffbetankung eine Rolle, da es einen großen Unterschied macht, ob und welcher Anteil an biogenem Kraftstoff beigemengt werde und bei E-Autos insbesondere auch, woher der Strom zum Fahrzeugbetrieb komme. •
