Die gute Nachricht ist, dass Toyota mittlerweile nicht mehr daran zu zweifeln scheint, dass in Österreich „durchs Reden die Leut‘ zusammenkommen!“. Das ist ebenso bemerkenswert wie die Tatsache, dass immer noch Toyota-Händlerpartner an dieser Tatsache zweifeln und – man staune – immer noch dem „kommerzialrätlichen“ Einfluss ausgeliefert scheinen. Eine Macht, die sich in Jahrzehnten Toyota Frey Austria aufgebaut hat, obwohl die Familie Frey seit der Installierung eines Werksimporteurs keinerlei Befugnis im Händlerdialog mehr hat. Dennoch verdient Respekt, wie sich der 84-jährige Herr Kommerzialrat nachhaltig in manche Hirne seiner früheren Händlerpartner eingenistet hat.
Das Kölner Gemüt Heiko Twellmann wiederum ist aus völlig anderem Holz geschnitzt und sucht im gemeinsamen Handeln den Toyota-Karren wieder flott zu bekommen. Karl Scheibelhofer, Willibald Keusch, Willi Bacher, Elisabeth Gady und weitere im Schlepptau stellen sich dem Reiz des Unmöglichen und gründen einen Händlerverband, um darin gemeinsam mit dem Importeur auf Augenhöhe das in Buchform vorliegende Vertragswerk unterschriftsreif zu gestalten. Auch dieser Vorgangsweise gebührt der nötige Respekt, wie Branchenanwalt Dr. Johannes Öhlböck einräumt, der sich mit der juristischen Überprüfung des Textwerks befasst.
Den Protagonisten geht es und eine konsensuale Entscheidungsfindung und sie verweisen auf das in Deutschland funktionierende Gesprächsklima zwischen Importeur und Händlerschaft. •
