Nach Grußworten durch den Vizepräsidenten der WK Burgenland, Paul Kraill, erklärte BIM Komm.-Rat Josef Harb im Rahmen des „Tages der Burgenländischen Kfz-Wirtschaft“ in Anwesenheit von LGO Komm.-Rat Gerhard Schranz und LIM Komm.-Rat Josef Wiener, dass es ihm ein Anliegen sei, der Bürokratie entgegenzuwirken. „Das ist ein großes Ziel“, denn es gebe immer wieder neue Gesetze, die den Alltag in Kfz-Betrieben erschwerten. Wichtig sei auch die Nachwuchsausbildung, denn „die Zukunft schaut nicht schlecht aus, weil die Mobilität erhalten bleiben wird!“.
Gerhard Schranz berichtete unter anderem über verschiedene Initiativen des Bundesgremiums des Fahrzeughandels: Zum einen über ein Projekt, das Volumen exportierter Fahrzeuge in Zahlen zu fassen, zum andern über eine bis dato seitens des Finanzministeriums noch nicht umgesetzte Besserstellung bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage des Sachbezugs beim Überlassen eines Vorführwagens an Mitarbeiter.
Wie LIM Josef Wiener erklärte, hat die Fahrzeugtechnik der WK Burgenland gemeinsam mit den Berufsschulen Pinkafeld und Mattersburg ein Pilotprojekt gestartet. Die Innung Fahrzeugtechnik kaufte zu diesem Zweck einen Oldtimer, Modell Renault 4. Dieser wurde bereits fachgerecht zerlegt und wird in weiterer Folge von den Schülern komplett instand gesetzt. Mit dem Pilotprojekt „Oldtimer Kfz-Techniker/Spengler Lackierer“ ab der 2. Klasse der Berufsschulen werden Kfz-Techniker-/Karosseriebautechniker- und Lackiererlehrlinge geschult. Die Teilnahme erfolgt freiwillig, die Lehrlinge bekommen das Diplom „Oldtimer Fahrzeugrestaurator“.
Während sich die Nachwuchstechniker der Berufsschule Pinkafeld um die mechanischen Teile kümmern, sind für das „Blech“ die Karosseriebautechniker in der Berufsschule Mattersburg zuständig.
Michael Gawanda (willhaben) referierte zum Thema „Die richtige Fahrzeugpräsentation auf Onlineplattformen“, Mario Weber, Gebietsleiter Niederösterreich/Burgenland bei Garanta Österreich Versicherungsdienst, erläuterte das Thema Schulungen im Zusammenhang mit Versicherungsvermittlung in Kfz-Betrieben, Gerd Lang (Obereder/Castrol) informierte über die Themenbereiche Schmiermittel und AdBlue.
Unternehmensberater und Jurist Mag. Karl-Heinz Wegrath verwies in seinem Referat auf Konsequenzen bei Fehlern im Kaufvertrag bei Gebrauchten: Immer mehr Kunden seien bereit, Rechtsstreitigkeiten nach Gebrauchtwagenkäufen mit Händlern in Kauf zu nehmen. Dabei spiele die Wandlung eine immer größere Rolle, denn sie werde von den Anwälten der Kunden quasi als Rute ins Fenster gestellt, um so den Händler zu bewegen, dem Kunden eine finanzielle Entschädigung zu bezahlen.
Weitere Berichte über den „Tag der Burgenländischen Kfz-Wirtschaft“ enthält die AUTO-Information Nr. 2487 vom 13. September 2019! •
