Hätten wir keine Autos mehr auf den Straßen, hätten Kinder mehr Platz zum Spielen. Das ist grundsätzlich richtig. Dann würden halt die rücksichtslosen „E-Scooteristas“ Menschen jeden Alters niedermähen, ohne Helm und ohne Gurt, dafür mit Blendlicht und über 25 km/h schnell. Die Toten könnten huckepack transportiert werden, wenn der Friedhof nicht zu weit ist. Die Verletzten auf dem E-Scooter zu transportieren, darüber haben sich die Anbieter und Nutzer keine Gedanken gemacht. Wozu auch? Die Straßen und vieles mehr an Sozialleistungen zahlen bislang die Autofahrer mit ihren Steuern. Auch für mit E-Scooter Verunfallte, wenn sie in der Reha auf Wiedergenesung sind.

Wenn der Herrgott net will, nutzt es gar nix

(Wienerlied mit Hans Moser)

Die Welt ist so schön und die Welt ist so reich,
doch ist halt das Leben für alle nicht gleich.
Es geht durcheinander, es ist kunterbunt
und doch ist die bucklige Welt kugelrund.
Ein jeder Mensch hofft und ein jeder Mensch strebt,
doch viele sind da, die umsonst nur gelebt,
was nützt alles Denken, es gibt nur den Schluss:
Es kommt schließlich alles, wie kommen es muss!

Während die Automobilwirtschaft für rund 400.000 Arbeitsplätze steht, sind die E-Scooter fest in handverlesener Investorenhand. Produziert wird im billigen Fernen Osten – Wertschöpfung „Made in Austria“ ist egal!

Darüber müssen unsere Weltverbesserer nachdenken, vielleicht zu Fuß unterwegs sein, ohne Handy und Drink-to-go in der Hand. Diese ureigene Fortbewegungsart regt zum Denken an und ist gesünder. Was übrigens auch auf den E-Drahtesel zutrifft: Locker auf den Berg hinauf, oben ein paar Gläser Bier und ein Bauerngröstl intus und dann Vollgas den Berg hinab. Der Turbinen-angetriebene Helikopter wartet! Der E-Chopper braucht noch eine Weile und mit der ferngesteuerten E-Drohne lässt sich keine nachhaltige Erste Hilfe leisten.

Spätestens jetzt fragen wir uns, warum Autofahrerclubs noch keine E-Scooter anbieten. Wissen die mehr als die Stadtgewaltigen im grünen Denkmäntelchen? •

Wenn der Herrgott net will, nutzt es gar nix,
schrei net um, bleib schön stumm, sag, es war nix.
So war's immer, so bleibt es für ewige Zeit,
einmal ob'n, einmal unt'n, einmal Freud', einmal Leid.
Wenn der Herrgott net will, nutzt es gar nix,
sei net bös', net nervös, denk, es war nix.
Renn' nur nicht gleich verzweifelt und kopflos herum,
denn der Herrgott weiß immer warum.

Bald wird Wien 10.000 mehr oder minder herrenlose E-Scooter über ihre Mobilitätsagentur verwalten. Diese Umweltlüge blecht sowieso der Steuerzahler, wie für die rachitischen asiatischen Fahrräder, die Stadt, Land und Gewässer verschandelten, um wiederum auf Steuerkosten überhaupt verbannt zu werden. Freude kommt auf mit dem Winter, der trotz Erderwärmung mit Schnee, Eis und Sturm bei uns Einzug halten wird.

Da werden die Flitzer auf ihren glatten Rädern Pirouetten drehend dahingleiten wie auf dem Eislaufplatz. An den Stromtankstellen werden Gipsstationen eingerichtet, um die vielen Verletzten versorgen zu können. Versehen mit netten Werbesprüchen von Bird, Circ, Hive, Kiwi, Lime und weiteren Leihroller-Anbietern mit ihren Besorgnis erregenden Bremswegen! Bus- und Trambahnchauffeure werden ihre wahre Freude haben, wenn ihnen die flinken „E-Scooteristas“ unter ihre Chassis schleudern. Haftpflicht? Wofür! Helm? Wozu! Es fahren ja nur die jüngeren Stadtbewohner, die Alten unter uns sind für dieses Verkehrsmittel erst gar nicht vorgesehen. •

Das Leben hat mir eine Lehre geschenkt,
es kommt immer anders, als man es sich denkt.
Drum soll man nie sagen: Es muss und ich will!
Der Herrgott entscheidet und du halte still.
Sei immer zufrieden mit deinem Geschick,
beneide nicht immer die ander'n ums Glück.
Wie schnell kann es anders oft sein über Nacht,
das Ende wird immer von oben gemacht.

Satte 25 km/h schnell unterwegs, dabei die Kopfhörer aufgesetzt, womöglich telefonierend und noch das eine oder andere Achterl oder Bierchen intus. Prost Mahlzeit.

Die sattsam Steuern leistende Autowirtschaft schaut zu und lässt sich vom Boulevard am Nasenring durch die Straßen treiben, medial verprügeln und mit einer schweren technischen Auflage nach der anderen abstrafen. Auf dem E-Scooter gilt Narrenfreiheit, das Auto bedeutet Umweltverschmutzung. Aber auf das Auto wollen sie nicht verzichten. Eines hat die E-Scooter-Lobby uns Autofahrern voraus: Die Anfälligkeit für Kopfverletzungen ist ungleich größer! •

Wenn der Herrgott net will, nutzt es gar nix,
schrei net um, bleib schön stumm, sag, es war nix.
So war's immer, so bleibt es für ewige Zeit,
einmal ob'n, einmal unt'n, einmal Freud', einmal Leid.
Wenn der Herrgott net will, nutzt es gar nix,
sei net bös', net nervös, denk, es war nix.
Renn' nur nicht gleich verzweifelt und kopflos herum,
denn der Herrgott weiß immer warum.